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    Uffenheim

    Bergauf, Bergab scheidet die Geister

    Entlang der Bundesstraße 13 wird bei der Erneuerung der Straße zwischen Rothenburger Straße und Egletonsring ein Radweg entstehen, der – nach kurzzeitig aufgetretenen Irritationen – auch von Radfahrern in beiden Richtungen benutzt werden kann. Foto: Gerhard Krämer

    Eine Großbaustelle mit starker Behinderung für Autofahrer bekommt Uffenheim heuer noch: Die Erneuerung der Bundesstraße 13 zwischen dem Kreisverkehr Egletonsring und Einmündung der Rothenburger Straße. Jetzt scheint auch eine Lösung für den Radweg gefunden.

    Derzeit befinden sich bergaufwärts der Bundesstraße 13 rechts Parkplätze. Hier soll, wenn das Staatliche Bauamt die Straße erneuert, ein Radweg, den laut Bürgermeister Wolfgang Lampe der Staat bezahlt, mit gebaut werden. In der jüngsten Stadtratssitzung nun teilte Stadtbaumeister Jürgen Hofmann mit, dass das Staatliche Bauamt den Radweg baue, dieser aber nur bergaufwärts von Radfahrern benutzt werden sollte. Bergabwärts sollen Radfahrer die Bundesstraße 13 nutzen. "Da lacht doch jeder über uns. Das ist Nonsens!", machte Stadtrat Claus Grammetbauer (FWG) seinem Unmut Luft. "Der Radweg muss beidseitig befahrbar sein", betonte er.

    Als Begründung habe das Staatliche Bauamt angeführt, dass es bergab auf Grund der schnelleren Fahrweise besser möglich sei, sich in den fließenden Verkehr einzuordnen, erklärte Hofmann. "Runterwärts ist das doch viel gefährlicher", widerlegte Diana Saule (CSU) die Vorstellung der Baubehörde. CSU-Fraktionsvorsitzender Stefan Streng erinnerte daran, dass im Stadtrat immer davon ausgegangen worden sei, den Radweg bergauf und bergab benutzen zu können. Schließlich seien 2,50 Meter Breite ausreichend, betonte Hermann Schuch (FWG).

    Die Lösung hatte Gerhard Stumpf (SPD) parat. Bergaufwärts könnte das Verkehrsschild Radweg stehen, Radfahrer müssen den Weg dann zwingend benutzen. Bergabwärts könnte das Schild "Radfahrer frei" stehen.

    Wie Bürgermeister Wolfgang Lampe auf Nachfrage sagte, sei das nun mit dem Staatlichen Bauamt auch so abgeklärt. "Rauf müssen sie, runter dürfen sie", fasste Lampe die Lösung für die Radfahrer zusammen.

    Mehrheitlich legte der Stadtrat auch den Standort der Ampel fest, die das Staatliche Bauamt als Querungshilfe zugesagt hat. Sie soll oberhalb der Einmündung des Sonnenwegs errichtet werden.

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