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    Würzburg

    Besuch der Privattheater wird für Studierende billiger

    Die acht privaten Theater in Würzburg, hier der Eingang zur TheaterWerkstatt, einigten sich mit dem Studentenwerk: Mit einer Kulturmarke können Studierende ihre Vorstellungen vergünstigt besuchen. Foto: Thomas Obermeier

    Als das Mainfranken Theater (MFT) zum Beginn der Spielzeit 2018/19 ein Semesterticket für Studierende der drei Würzburger Hochschulen einführte, gab es einen lauten Aufschrei in der Szene der privat betriebenen Theater.  Man befürchtete einen Wettbewerbsnachteil, wenn das kommunale Theater kostenlose Theaterbesuche für Studierende ermöglicht. Alle privaten Bühnen schlossen sich daraufhin zu einer Interessengemeinschaft (IG) zusammen. Mit Beginn des Wintersemesters 2019/20 gibt es nun für die Freien Theater die Möglichkeit, deutlich vergünstigte Tickets für ihre Aufführungen an Studierende abzugeben.

    Nach dem Semesterticket kommt die Kulturmarke 

    Im Kulturbeirat wurde das neue Modell, über das Studierendenvertretungen, Studentenwerk und die IG Freie Theater längere Zeit verhandelten, vorgestellt.  Am Ende der Verhandlungen steht jetzt eine Vereinbarung zwischen der IG und dem Studentenwerk. Diese sieht vor, dass Studierende, die an der Universität, der Fachhochschule und der Musikhochschule  immatrikuliert sind, pro Semester bis zu drei "Kulturmarken" erwerben können. Eine Marke kostet zwei Euro und vergünstigt die regulären Eintrittspreise der freien Theater um sieben Euro. Das bedeutet: Das Studentenwerk, das für das Modell in der Erprobungsphase 30 000 Euro für insgesamt 6000 Kulturmarken zur Verfügung stellt, bezuschusst die freien Theater mit fünf Euro pro Eintrittskarte. Im Gegensatz zum Semesterticket für das Mainfranken Theater hat die Kulturmarke keine Auswirkungen auf die Höhe des Semesterbeitrags.

    Alle freien Bühnen machen mit

    An dem neuen Kulturprojekt beteiligen sich folgende Theater: Chambinzky, TheaterWerkstatt, Theater Ensemble, Theater am Neunerplatz, Theater am Neunerplatz, Bockshorn, tanzSpeicher. Plastisches Theater Hobbit und Theater Augenblick. Die Kulturmarken können ab 1. Oktober an der Hauptkasse im Studentenhaus sowie im Chipkartenbüro der Mensateria am Hubland erworben werden. Dazu wird eine gültige Chipkarte (Studentenausweis) benötigt. Beim Kauf der Eintrittskarte im jeweiligen Theater muss nicht nur die Kulturmarke eingelöst, sondern auch der Studierendenausweis vorgezeigt werden. Damit soll sichergestellt werden , dass das Angebot tatsächlich nur von Studierenden der Würzburger Hochschulen genutzt wird.

    Modell für Azubis und Schüler ist in Arbeit

    Wie Kulturreferent Achim Könneke im Kulturbeirat erklärte, werde auch daran gearbeitet ein ähnliches Angebot für Auszubildende und Schüler zu machen.  Ein Modell dafür soll demnächst im Stadtrat vorgestellt werden. Vertragspartner für die IG Freie Theater werde dann die Stadt Würzburg sein. Sie werde dafür einen Betrag zur Verfügung stellen, der bereits im Haushalt mit einem Sperrvermerk für diesen Zweck vorgesehen ist.

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