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    WÜRZBURG

    Pfefferspray und „Pistolen“ beim Faschingszug im Städtle

    Zahlreiche Narren verfolgten am Dienstag den Faschingszug im Ortskern von Heidingsfeld. Foto: Daniel Peter

    Am Dienstagnachmittag war viel los im „Städtle“: Bei Sonnenschein sahen sich 30 000 Zuschauer den traditionellen Zug an. Und auch wenn der Großteil der Narren friedlich zusammen feierte, hatten Polizei und das Bayerische Rote Kreuz (BRK) einiges in Heidingsfeld zu tun.

    Neben der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt waren auch Unterstützungskräfte der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg im Einsatz, wie die Würzburger Polizei mitteilt. Die Einsatzkräfte wurden vor allem durch betrunkene Zuschauer auf Trab gehalten.

    Schon wieder Pfefferspray versprüht

    Gegen 16.30 Uhr kam es an der Straßenbahnhaltestelle Reuterstraße zu einer Auseinandersetzung zweier Gruppen. Dabei versprühte jemand Pfefferspray – und verletzte dabei drei Jugendliche. Der Täter und seine Begleiter nahmen Reißaus. Ebenfalls an der Haltestelle entbrannte um 16.55 Uhr ein Streit zwischen zwei jungen Männern. Als eine Polizeistreife einen der Beiden kontrollieren wollte, schlug dieser unvermittelt nach einem Beamten, heißt es in der Pressemitteilung. Da er betrunken war, wurde er dem Rettungsdienst übergeben. Gegen ihn wird nun wegen Widerstands gegen Vollzugsbeamte ermittelt.

    Streit im Schnellrestaurant

    Als Polizisten um 17.40 Uhr in einem Schnellrestaurant in der Mergentheimer Straße einen Streit schlichten wollten, kontrollierten sie zwei junge Männer, die zwei täuschend echt aussehende Pistolen mit sich führten. Die Waffen – die sich im Nachgang als Spielzeug herausstellten – wurden von den Beamten sichergestellt.

    Neben den Einsatzkräften der Polizei waren auch 40 ehrenamtliche Sanitäter und eine Notärztin beim Faschingszug im Einsatz. Sie kümmerten sich um 13 Patienten, von denen sechs in Krankenhäuser zur weiteren Versorgung eingeliefert werden mussten. Der jüngste betrunkene Patient war nach Angaben des BRK 15 Jahre alt.

    Bilanz auf Facebook

    Auf der Facebook-Seite des Würzburger BRK-Kreisverbandes, ziehen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte eine ganz eigene Bilanz zum alljährlichen Faschingstreiben. Sie schildern, wie es ist, sich mit einer Trage, auf der eine betrunkene Jugendliche liegt, durch ein „Feierabend“ grölendes Publikum seinen Weg bahnen zu müssen. „Aber nach dem Fasching ist ja immer auch vor dem Fasching und ohne die ganzen Scherben und den übermäßigen Alkohol wären der Fasching und die Faschingszüge ja eigentlich auch richtig nett, sind sich die Helfer einig“ – so der Beitrag auf der Facebookseite.

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