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    Würzburg

    Bezahlbarer Wohnraum braucht Zusammenarbeit von Stadt und Land

    Der SPD Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib und die wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Natascha Kohnen hatten eingeladen zum wohnungspolitischen Fachgespräch. Das Thema „Wohnraum schaffen in Stadt und Land – gemeinsam und bezahlbar?!“ lockte rund 50 Interessierte aus Kommunalpolitik, Wohnungswirtschaft und Bauinitiativen in den Kulturspeicher, heißt es in einer Pressemitteilung.

    „Wohnen ist heute die neue soziale Frage. Es sind die fatalen Fehler der 1990er Jahre, die uns jetzt auf die Füße fallen, als wir alle dachten, Deutschland habe ausgebaut und statt weiteren Wohnraums bräuchten wir nur Pflegeheime“, so die ehrliche Einschätzung von Kohnen. Heute seien die deshalb entstandene Knappheit und der Mangel an sozial geförderten Wohnungen Nährboden für Spekulanten und explodierende Preise auf dem Wohnungsmarkt. Das zeige ich auch uns gerade in Würzburg, wo ein überproportionaler Anstieg der Mieten zu verzeichnen sei. Begegnen müsse man dem durch die deutliche höhere Förderung von bezahlbaren Wohnungen. Hier passiere gerade in Bayern noch viel zu wenig.

    Für SPD-Fraktionsvorsitzenden in Würzburg Alexander Kolbow und SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Kerstin Westphal sind auch neue Rahmenbedingungen durch die Kommunen erforderlich. Statt an den Meistbietenden zu verkaufen, sollten diejenigen bevorzugt, die auf eine gute soziale Mischung in Wohnquartieren, ausreichend bezahlbare Wohnungen und niedrigen Energieverbrauch achten.

    Um den ungebremsten Anstieg der Mietpreise zu stoppen, bis ausreichend Wohnraum geschaffen ist, rief Kohnen dazu auf, das derzeit laufende Volksbegehren für einen sechsjährigen Mietenstopp, zu unterstützen, um Mieter in den 162 Bayerischen Kommunen mit angespanntem Mietmarkt zu schützen, zu denen auch Würzburg zählt. Großen Stellenwert nahmen beim Fachgespräch auch neue Wohnformen ein. Christine Haupt-Kreutzer warb für flächensparende Baugemeinschaften in Stadt und Land.

    Bearbeitet von Lena Berger

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