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    Würzburg

    Bezirksjugendring kümmert sich um Medienkompetenz und Migration

    Der Bezirksjugendring startet mit einem Zwei-Millionen-Euro-Haushalt ins Jahr 2020. Finanziert wird unter anderem eine bayernweit einzigartige Vorzeige-Einrichtung.
    Schule ohne Rassismus: 2009 wurde das Schild an der Gustav-Walle-Schule in Würzburg angebracht. Foto: Theresa Müller

    Dem Bezirksjugendring steht im kommenden Jahr voraussichtlich ein Haushalt in Höhe von 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Der Jugendbeirat, eine Einrichtung von Bezirk Unterfranken und Bezirksjugendring, hat eine entsprechende Empfehlung an den Bezirkstag abgegeben. Darin enthalten sind Fördermittel des Bezirks in Höhe von 489 000 Euro für die Geschäftsstelle und 297 000 Euro für die Jugendbildungsstätte. Im Jahr 2009 hat der Bezirk die Pflichtaufgabe der Jugendarbeit an den Bezirksjugendring delegiert. Dieser vertritt über seine Mitgliedsvereine und -verbände über 350 000 Jugendliche.

    Lambert Zumbrägel wechselt zur Stadt Würzburg

    Schwerpunkt der Sitzung des Jugendbeirats war außerdem der Bericht von Medienfachberater Lambert Zumbrägel, der nach zehn Jahren als Medienpädagoge zur Stadt Würzburg wechselt. Ein Nachfolger ist bisher noch nicht bekannt. Doch auch im kommenden Jahr soll es wieder ein Kinder- und Jugendfilmfestival  im Juni geben. Das Aufgabenfeld des Fachberaters hat sich in dieser Zeit verändert. Lagen die ersten Anfänge der Fachstelle beim Film, so liegt heute die Hauptaufgabe darin, junge Leute im Umgang mit Medien zu beraten und zu schulen.

    Für die Arbeit des Bezirksjugendring spielt neben der politischen Bildung weiterhin die Integration junger Flüchtlinge eine zentrale Rolle. Beim Netzwerk "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" fungiert der Bezirksjugendring als Regionalkoordinator. An der Jugendbildungsstätte werden derzeit 20 Jugendliche als "Courage Coaches" ausgebildet, die den Gedanken eines diskriminierungsfreien Miteinanders in ihre jeweiligen Schulen tragen sollen und in gewaltfreiem Kommunikationstraining geschult werden. Ausgelaufen ist nach drei Jahren das Projekt "Flüchtlinge werden Freunde". Dafür wurde eine Fachstelle "Jugendarbeit in der Migrationsgesellschaft" eingerichtet. Demnächst geht bei einer dreitägigen Fachtagung um "rassismuskritische Migrationspädgogik".

    Große Nachfrage nach Kursen an der Jugendbildungsstätte

    Nach den Kursen und Angeboten der Jugendbildungsstätte – eine bayernweit einmalige Einrichtung – für Jugendliche besteht weiterhin große Nachfrage. Für die Angebote "Das ist Klasse!" und "Das ist krass!" steigt sie stärker als die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze. Erstmals startet im kommenden Jahr eine zertifizierte Fortbildung zum Migrationspädagoge. Auch soll die auf eine demokratisches Miteinander abzielende Betzavta-Ausbildung, die es seit einigen Jahren an der Jugendbildungsstätte gibt, weiterentwickelt und stärker auf die Migrationspädagogik abgestimmt werden.

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