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    GAUKÖNIGSHOFEN

    Bildstöcke für die Zukunft erhalten

    Pfarrer Herbert Neeser (links) spendete für die Erneuerung von Gaukönigshöfer Bildstöcken 5000 Euro. Über das restaurier... Foto: Hannelore Grimm

    Dass der Bildstock Maria Steinbach, den Andreas und Barbara Mark vor 427 Jahren aufstellen ließen, in seiner alten Schönheit erhalten bleibt, dafür hat Pfarrer Herbert Neeser (Ochsenfurt) gesorgt.

    Der gebürtige Gaukönigshöfer feiert am 30. Juni 50-jähriges Priesterjubiläum und hat deshalb für die Erneuerung von zwei Bildstöcken der Gemeinde 5000 Euro gespendet. Zu den Gesamtkosten von rund 7500 Euro steuerte der Bezirk Unterfranken 2000 Euro bei.

    Herbert Neeser liegt die Erhaltung der Bildstöcke am Herzen und er ist auch ein fundierter Kenner der Bildnisse und Abbildungen auf den steinernen Zeugen der Vergangenheit. Wie Neeser bei dem Treffen mit Pfarrer Klaus König und Bürgermeister Bernhard Rhein erzählte, geht der Bildstock Maria Steinbach zurück auf einen bekannten Wallfahrtsort des Prämonstratenser-Ordens.

    Da die Prämonstratenser über Jahrhunderte hinweg in Gaukönigshofen und der Umgebung gewirkt haben, sind Darstellungen der Maria Steinbach auch in Eichelsee und Wolkshausen zu finden.

    Den zweiten der erneuerten Bildstöcke, der die Kreuzigung darstellt, hat der Bildhauer Hans Rappolt (1570-1640) im Jahre 1591 geschaffen. Das Werk des im fränkischen Raum bekannten Bildhauers, der in Gaukönigshofen geboren wurde, ist, wie Herbert Neeser berichtet, ein so genannter Prozessionsaltar, der früher als dritter Altar bei der Prozession am Hagelfeiertag genutzt wurde.

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