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    Sommerhausen

    Birnenkulturweg in Sommerhausen eröffnet

    Themenschilder informieren über die Birne und deren Nutzung. Foto: Realschule am Maindreieck

    Ein Lehrpfad über alte Birnensorten ist Anfang Oktober eröffnet worden. Mehrere Themenschilder informieren laut Pressemitteilung über die Birne als Pflanze, deren Nutzung, kulturelle Hintergründe und auch über den Wert von Streuobstbeständen für Natur und Landschaft.

    Der Rückgang der Streuobstbestände wurde bei der Eröffnung ebenso thematisiert, wie die Gründe dafür: Bebauung von ortsnahen Flächen, Flurbereinigung, mangelnde Pflege und geänderte Verbrauchergewohnheiten. Von über 1500 Birnensorten, die es vor hundert Jahren in Bayern gab, sind jetzt nur noch etwa 400 bekannt, die anderen sind wahrscheinlich ausgestorben.

    Alte und seltene Sorten sollen erhalten werden

    Es wurden viele alte, seltene und lokale Sorten angepflanzt, die hier erhalten werden sollen, darunter auch Sorten, die gerade noch bewahrt werden konnten, wie etwa die Röhrlesbirne, Trumbirne und Zänkerlesbirne. Spielerische Elemente für Klein und Groß wie ein Memory und eine Zuordnungsaufgabe „Frucht-Blatt-Kern-Rinde“ werten den Birnenkulturweg pädagogisch weiter auf. Die etwa 50 Teilnehmer der Eröffnung konnten anschließend regionalen Birnendirektsaft und gedörrte Birnenschnitze der vom Aussterben bedrohten Sorte Lämmerwäsele probieren.

    Das Projekt wurde durch zahlreiche Sponsoren unterstützt, die Konzeption erstellte Tamara Och, die weitere Ausarbeitung und Umsetzung Harald Biedermann mit tatkräftiger Unterstützung durch Schüler der Realschule am Maindreieck in Ochsenfurt. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage ogv-ochsenfurt.de.

    Bearbeitet von Nico Christgau

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