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    Margetshöchheim

    Bis zum Maßnahmen-Beginn kein unnötiges Geld verblasen

    Per Grundsatzbeschlüssen hatten die jeweiligen Ratsgremien der Mitgliedsgemeinden der Verbandsschule Margetshöchheim grünes Licht zu deren notwendigen Generalsanierung und Erweiterung erteilt. Für die Verbandsversammlung stand in der jüngsten Sitzung somit lediglich die Beauftragung der Verwaltung zur Einleitung des VGV-Verfahrens auf der Tagesordnung. Dieses, zur europaweiten Ausschreibung der Maßnahme, ist erforderlich aufgrund des geschätzten Kostenumfangs von rund 20 Millionen Euro.

    Lange genug hatte die Vorbereitungsphase gedauert, bis in den Ratsgremien der Mitgliedsgemeinden Erlabrunn, Leinach, Margetshöchheim und Zell Klarheit darüber bestand, die gleichermaßen notwendige wie kostenträchtige Generalsanierung und Erweiterung der Verbandsschule als einzig realistische Alternative in Angriff zu nehmen. Schon im Jahr 2009 hatte hierzu die Diskussion begonnen. Zwischenzeitlich war durch die Regierung allerdings auch der Schulstandort grundsätzlich in Frage gestellt worden. Und sowohl der bauliche wie auch der brandschutztechnische Zustand des Gebäudes waren ab dem Jahr 2015 beanstandet worden.

    Mit Blick auf die erforderliche Generalsanierung galten die Bemühungen des Schulverbandes insbesondere der allgemeinen Brandschutzertüchtigung, seit der Schulstandort auch für die Zukunft als gesichert galt. Im Zusammenhang mit der Brandschutzertüchtigung war durch die Regierung von Unterfranken die fördertechnische Unbedenklichkeitsbescheinigung erteilt worden.

    Kein Grundstück für Neubau zu haben

    Wenngleich in den Gemeinderäten der Mitgliedsgemeinden bezüglich Generalsanierung und Erweiterung aufgrund der voraussichtlichen Kosten von rund 20 Millionen Euro zurecht intensiv diskutiert wurde, kristallisierte sich dies als alternativlos heraus. Auf dem Weg zur Entscheidungsfindung waren bis zu vier weitere Varianten diskutiert worden. Diese reichten von einem Abbruch und Neubau im Bestand, über eine Teilnutzung lediglich als Grundschule bis zum Neubau einer Grund- und Mittelschule an einem neuen Standort. Allerdings stand für einen Neubau bei nahezu gleichen Kosten wie die letztlich beschlossene Generalsanierung und Erweiterung ein dazu erforderliches Grundstück, egal in welcher Gemeinde, nicht einmal in Aussicht.

    Unterdessen erfolgte die Brandschutzertüchtigung des Gebäudes in fünf Maßnahmen-Schwerpunkten. Zur Ertüchtigung des ersten Rettungsweges wurde durch den Austausch von Innentüren die Möglichkeit für voneinander getrennten Brandabschnitten geschaffen. Darüber hinaus betrafen technische Veränderungen im Gebäude insbesondere die Installation einer vernetzten Brandmeldeanlage mit direkter Verbindung zu der von der Berufsfeuerwehr betriebenen Integrierten Leitstelle (ILS) in Würzburg.

    Als zweiter Rettungsweg außerhalb des Gebäudes wurden Gerüst-Türme angebracht. In diesem Zusammenhang erfolgte auch der Austausch vorhandener Schwingflügelfenster gegen Drehfenster. Diese sollen im Brandfall den Ausstieg und die Flucht nach außen über die Gerüst-Türme erleichtern. Auf dem Außengelände ebenfalls hergestellt wurden Fluchtwege für Schüler und Lehrer samt fußläufig zu nutzender Angriffswege für Feuerwehr und Rettungsdienste.

    Finanzieller Kraftakt für die nächsten 25 Jahre

    Die beschlossene Generalsanierung bedeutet für die vier Mitgliedsgemeinden des Schulverbandes einen finanziellen Kraftakt für die nächsten 25 Jahre. Auf diesen Zeitraum ist die Finanzierung der erforderlichen Summe von geschätzten 20 Millionen Euro ausgelegt. Die Berechnung des Kostenanteils der jeweiligen Gemeinden orientiert sich an ihrem Schüleranteil. Da allerdings von den Gemeinden Leinach und Zell lediglich eine Nutzung der Mittelschule erfolgt, steigt für die Gemeinden Erlabrunn und Margetshöchheim der Kostenanteil wegen Nutzung von Grund- und Mittelschule. Demnach entfallen 40,87 Prozent auf die Gemeinde Margetshöchheim. Erlabrunn würde mit 29,18 Prozent, Leinach mit 16,52 Prozent und Zell mit 13,43 Prozent belastet.

    Ziel des Margetshöchheimer Bürgermeisters und Schulverbandsvorsitzenden Waldemar Brohm (CSU) ist es nun, sehr schnell in die Planungs- und Realisierungsphasen zu gelangen. Als Vorgabe bis dahin äußerte Brohm, "kein unnötiges Geld zu verblasen für Ergänzungen, die womöglich in zwei oder drei Jahren bei Maßnahmen-Beginn der Generalsanierung wieder herausgerissen werden."

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