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    Erlach

    Blühwiese statt neuer Häuser

    Seit einem halben Jahr beleuchten Straßenlampen eine leere, abgesperrte Straße und blühende Wiesen, erklärt SPD-Stadtrat Tilo Hemmert Ochsenfurts 3. Bürgermeister Joachim Eck in Erlach. Foto: Thorsten Reppert

    Am westlichen Ortsrand von Erlach ist ein neues Baugebiet entstanden. Dort sollen bald auf neun Grundstücken Familien sich den Wunsch vom Eigenheim erfüllen können. Die Erschließung samt Zugangsstraßen ist bereits seit November 2018 abgeschlossen. Bei der endgültigen Übergabe stockt es allerdings noch – sehr zum Unverständnis der Erlacher Bevölkerung, wie die Ochsenfurter Sozialdemokraten um Ortsvereinsvorsitzende Ingrid Stryjski und 3. Bürgermeister Joachim Eck laut einer Pressemitteilung in Erlach bei einem Ortsgespräch erfahren haben.

    Am 6. Juni 2018 startete die Bewerbungsfrist für ein neues Grundstück und endete am 18 Juli 2018. Ende des Jahr 2018 erhielten die Bewerber eine Zusage von der Stadt Ochsenfurt und warten seitdem auf den Abschluss eines Kaufvertrags, um ihre Häuser planen zu können. Nachfragen des SPD-Stadtratsfraktion stoßen dabei bisher auf taube Ohren, so 3. Bürgermeister Joachim Eck: „Es vergeht keine Ausschuss- oder Stadtratssitzung, in der wir nicht fragen, wann es mit der Vergabe der Grundstücke weitergeht. Neue Informationen bekommen wir vom Bürgermeister aber leider keine.“ Allerdings sei davon auszugehen, dass sich für alle Grundstücke Interessierte gefunden haben, da kein Inserat mehr auf der offiziellen Website der Stadt Ochsenfurt zu finden sei. Die Sozialdemokraten werden weiter auf Information drängen.

    Die neue Straße wird „An der Brunnenstube“ genannt, wie SPD-Stadtrat Tilo Hemmert erläuterte: „Bei der Benennung der Straßen in Erlach orientierte man sich bereits in der Vergangenheit an den Flurnamen. Da die Brunnenstube in unmittelbarer Nachbarschaft zum Neubaugebiet liegt, haben wir diesen Namen vorgeschlagen.“  Noch heute ist das Wasserhäuschen der ehemaligen zentralen Wasserversorgung in Erlach zu sehen, die aus der Quelle „Brunnenstube“ gespeist wurde. Von 1928 bis 1979 hat sie das Dorf mit Trinkwasser versorgte, bevor die Wasserversorgung an die „Fernwasserversorgung Franken“ angeschlossen wurde.

    Bearbeitet von Lena Berger

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