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    Erlabrunn

    Botanische Attraktion am Maintalradweg

    Am möglichen Standort zwischen Maintalradweg und TSV-Sportgelände stellten die Landschaftsarchitekten Ulrike und Jürgen ...

     Botanische Kostbarkeiten bieten die Muschelkalk-Trockengebiete rund um Würzburg insbesondere am Volkenberg hoch über Erlabrunn. "Ein Stück dieser Besonderheiten vom Berg ins Tal holen", ist das Ziel von Landschaftsarchitektin Ulrike Faust mit der Übernahme des "Ewigen Gartens" auf der aktuellen Landesgartenschau durch die Gemeinde Erlabrunn. Nach Abschluss der Ausstellung im Herbst soll der von Faust kreierte Beitrag vom Hubland in Würzburg dauerhaft an die Maingärten nach Erlabrunn verpflanzt werden. Einen entsprechenden Beschluss fasste Erlabrunns Gemeinderat in der jüngsten Sitzung mehrheitlich bei einer Gegenstimme.

    Als Wettbewerbsbeitrag zur Landesgartenschau projizierte Landschaftsarchitektin Ulrike Faust
    einen so genannten "Ewigen Garten" von den Trockenrasenflächen vorübergehend auf das Gartenschaugelände. Der Name rührt von den auf fränkischen Trockenrasenflächen präsenten Pflanzen. Deren Vielfalt der blühfreudigen Flächen gelten als echte Spezialisten im klimatischen Überlebenskampf. Weil wie manch andere Beiträge auch der "Ewige Garten" im Herbst auf dem LGS-Gelände weichen muss, hatte Faust der Gemeinde die Übertragung nach Erlabrunn vorgeschlagen.

    Als möglichen Standort dafür traf sich der Gemeinderat bei einem Ortstermin nahe des TSV-Sportgeländes. In dem betreffenden Bereich sollen auch Ausgleichsmaßnahmen erfolgen für den Bau des Kunstrasenplatzes. Durch den vorbeiführenden Maintalradweg sieht stellvertretender Bürgermeister Jürgen Ködel das Areal geradezu prädestiniert für eine öffentliche Wahrnehmung.
    Allerdings sei bei der Vorbereitung der erforderlichen, etwa 280 Quadratmeter großen Fläche, Eile geboten. Der Rückbau am LGS-Gelände beginnt ab 16. November, sagte Landschaftsarchitektin Ulrike Faust. Gleichzeitig machte Bürgermeister Thomas Benkert (UBE) aber auch auf eine mögliche erforderliche Genehmigung durch das Landratsamt aufmerksam. "Ob eine Baugenehmigung erforderlich ist, muss zunächst beim Landratsamt in Erfahrung gebracht werden, bevor mit einem notwendigen Bodenaustausch begonnen wird", erklärte Benkert. Darüber hinaus verwies er auch auf die nicht im Haushalt enthaltenen Kosten.

    Hinter vorgehaltener Hand hielt sich die Begeisterung innerhalb des Gremiums für die Umsetzung des "Ewigen Gartens" vom LGS-Gelände an die Maingärten nach Erlabrunn teilweise in Grenzen. Den Wert der enthaltenen Pflanzen schätzte die Initiatorin, Landschaftsarchitektin Ulrike Faust, auf etwa 25 000 Euro. Nach einer Kostenschätzung würden für den Rückbau am LGS-Gelände und erforderlichen speziellen Transport rund 7000 Euro anfallen. Hinzukommen würden die noch unbekannten Kosten für die Vorbereitung der Pflanzfläche. Kostenfrei wäre für die Gemeinde allerdings die Pflanzung: Der örtliche Obst- und Gartenbauverein hat seine Bereitschaft hierfür signalisiert.

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