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    REMLINGEN

    Britische Ponys erobern Franken

    Süße Ponyfohlen, starke Stuten und stolze Hengste beherrschten am vergangenen Wochenende das Reitgelände des Reit- und Fahrvereins Remlingen. Die Interessengemeinschaft (IG) Welsh hatte zu ihrer 42. Bundesschau eingeladen, die bereits zum fünften Mal in Remlingen stattfand.

    Rund 150 bis 200 Besucher waren an jedem der drei Veranstaltungstage zu der beeindruckenden Pony-Schau nach Remlingen gekommen, um die bezaubernden Pferde und ihre sportlichen Leistungen zu bewundern. Insgesamt gab es bei den Zucht- und Sportvorführungen ungefähr 450 Einzelstarts. Die Reiter kamen vor allem aus Deutschland, aber auch aus Dänemark, Österreich und Großbritannien.

    Christina Huke, Medienbeauftragte der IG Welsh, erklärte: „Was uns immer gerne nach Remlingen zurück kommen lässt, ist das Engagement und die Arbeitsbereitschaft der Mitglieder des Reit- und Fahrvereins Remlingen und die weitläufige, wunderschön gelegene Reitanlage.“

    Am Freitag und Samstag fanden die Gelände- und Sportprüfungen statt. Die stärksten Prüfungsklassen waren dabei die Dressurprüfung der Klasse A, die Welsh Hunter Prüfung (Sprungprüfung) und die Prüfung der Freizeitrittigkeit, bei der es um die Harmonie zwischen Pferd und Reiter ging. Nach Auskunft der Teilnehmer war die Geländestrecke in diesem Jahr ausgesprochen anspruchsvoll.

    Der Sonntag stand ganz im Zeichen einer großen Zuchtschau. Hierbei zeigten sich die Tiere vom süßen Welsh-Mountain-Fohlen bis hin zum imposanten Welsh-Cob-Hengst, rassetypisch herausgebracht in vollem Glanz. Bei der Bewertung ging es insbesondere um die Korrektheit des Körperbaus und des Gangwerks. Richter für die Sektionen A und B war Richard Miller aus Wales, Richter für die Sektionen C und D war es Henrie Leeuwenhaag aus den Niederlanden.

    Die Veranstaltung endete am Sonntag mir einer großen Abschlussparade aller Bundessieger vor der Kutsche, unter dem Sattel (geritten) oder an der Hand. Dazu wurde die deutsche Nationalhymne gespielt.

    Die Bundesschau der IG Welsh findet einmal jährlich an wechselnden Orten statt. Der Austragungsort für die 43. Schau im Jahr 2019 ist Ostbevern in Nordrhein-Westfalen. Neben der Bundesschau finden in den einzelnen Bundesländern zusätzlich jährliche Regionalschauen statt.

    Die Vielseitigkeit der Rasse Welsh zeigt sich nicht nur in der Bandbreite der angebotenen Sportprüfungen, sondern auch anhand der Unterteilung in vier Sektionen: Das Welsh Mountain Pony (Sektion A/Stockmaß bis 1,22 Meter) ist besonders beliebt als Pony für die Kleinsten, aber auch Fahrer schätzen die kompakten Ponys mit dem wunderschönen ausdrucksstarken Gesicht als wendige und mitdenkende Partner vor der Kutsche. Das eher sportlich-elegante Welsh B-Pony (Stockmaß bis 1,37 Meter) ist oft der erste Reitlehrer für etwas größere Kinder und hat die Deutsche Reitpony-Zucht maßgeblich mitgeprägt. Ponys der Sektion C sind in Deutschland noch überaus selten. Der Welsh Cob (Sektion D) ist der größte Vertreter der Welsh. Durch sein barockes Aussehen und die ansprechende Größe um die 1,50 Meter ist er ein beliebtes Reitpferd für die ganze Familie. Die Welsh-Partbreds (mind. 12,5 Prozent Welshblut-Anteil), die auch im Turniersport ihre Anerkennung finden, runden das Bild der Rasse ab.

    Der größere Teil der Welsh-Freunde sieht in dem Tier einen Partner für Freizeit und Familie. Viele Welsh sind sehr personenbezogen. Sie vertrauen „ihrem Menschen“ und sind Fremden gegenüber reserviert. Was sie einmal gelernt haben, ist auch nach langer Pause jederzeit wieder abrufbar.

    Welsh sind intelligent, mutig, mit einem feurigen aber kontrollierbaren Temperament. Sie haben eine außerordentlich robuste Gesundheit und sind relativ langlebig. Ein Alter von 30 Jahren ist keine Seltenheit.

    IG Welsh

    1975 gegründet zählt die Interessengemeinschaft Welsh über 1500 aktive Mitglieder vor allem aus Deutschland, aber auch aus Österreich, Dänemark und Großbritannien. Meistens sind ganze Familien Mitglied und so setzt sich die Alterststruktur des Vereins aus drei Generationen zusammen. Der Verein hat seinen formalen Sitz in Bad Dürkheim, besteht aber aus Regionalgruppen, die über ganz Deutschland verteilt sind. Neben zahlreichen Zucht- und Sportveranstaltungen fördern sie die gemeinnützigen Ziele des Vereins. (mb)

    Weiter Info: www.ig-welsh.de

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