• aktualisiert:

    Uettingen

    Bürgermeister in Uettingen behält ehrenamtlichen Status

    Dem Bauantrag zum Neubau einer Garagenanlage im Geltungsbereich des Bebauungsplans "Mittlere Stämmig II" erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen. Foto: Mechtild Buck

    Forstbetriebsleiter Timo Renz von der Forstbetriebsgemeinschaft Würzburg erläuterte in der jüngsten Sitzung den Jahresbetriebsplan 2020 für Forstbetriebsarbeiten im Gemeindewald, dem der Gemeinderat zustimmte. Insgesamt sind Ausgaben in Höhe von 7700 Euro vorgesehen. Geplant sind vor allem Aufforstungen mit Weißtanne, Nuss, Elsbeere und Feldahorn, da diese die aufgrund des Klimawandels zu erwartende zunehmende Trockenheit relativ gut vertragen. Außerdem ist Zaunbau zum Schutz vor Wildverbiss und die Verkehrssicherung entlang der Wege vorgesehen.

    Aus dem Rat kam der Vorschlag, Zaunpatenschaften anzubieten, um die Kosten für den Zaunbau (circa 5400 Euro) finanzieren zu können. Außerdem könnte man Jäger einbinden, um Schäden an Zäunen frühzeitig zu entdecken. Renz empfahl der Gemeinde, möglichst bald eine vorgezogene "Forsteinrichtung" vornehmen zu lassen, ein Gutachten zur Überarbeitung des im Allgemeinen 20 Jahre geltenden Forstbetriebsplans. Ohne ein solches Gutachten gilt der aktuelle Plan noch rund neun Jahre. Hintergrund ist, dass der aktuelle Plan aufgrund der großen Dürreschäden in Hinblick auf den Einschlag nicht mehr passt. Alternativ könne man aber auch, wie seit einigen Jahren schon praktiziert, jährlich nur die Hälfte der laut Plan zu fällenden 3000 Festmeter schlagen und so dürrebedingte Einschläge ausgleichen.

    Vor allem Kiefer und Buche geschädigt

    Zur aktuellen Lage des Gemeindewaldes erklärte Renz, dass in Uettingen der Bereich der Forstbetriebsgemeinschaft am schlimmsten von Dürre betroffen ist. Vor allem Kiefer und Buche sind sehr geschädigt, bei der Fichte im "Winkel" gibt es ein Borkenkäferproblem. Positiv sieht Renz aber, dass das Jungholz nicht so sehr gelitten hat. Die Dürre hat vor allem altes, vorgeschädigtes Holz getroffen.

    2020 möchte Renz versuchen, ins "Vertragsschutzprogramm" des Bayerischen Landesamts für Umwelt aufgenommen zu werden, durch das Totholzbestände mit bis zu 20 000 Euro unterstützt werden können. Hierzu will er im Frühjahr die Bestände aufnehmen. 

    Befriedung eines Grundstücks abgelehnt

    Der Gemeinderat hat Bedenken gegen eine beantragte Befriedung eines Grundstücks auf Remlinger Gemeindegebiet in der Nähe der Holzmühle ausgesprochen. Einwände sind zu erwartende vermehrte Wildschäden durch Verbiss in den schon geschädigten Waldgebieten und auf landwirtschaftlichen Flächen, eine Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit durch vermehrten Wildwechsel und eine erhöhte Tierseuchengefahr.

    Der Gemeinderat wählte Heribert Endres zum Gemeindewahlleiter für die Kommunalwahl im März. Stellvertreterin ist Sandra Meckelein. In Hinblick auf die Wahlen hatten die zweite Bürgermeisterin Sandra Meckelein und Gemeinderat Thomas Hoffmann die Änderung der Rechtsstellung des zukünftigen Bürgermeisters vom aktuellen ehrenamtlichen Status zum hauptamtlichen Beamten auf Zeit beantragt.

    Meckelein und Hoffmann erläuterten, dass sie den Antrag vor allem gestellt hatten, weil sich bis zum Zeitpunkt der letzten Sitzung noch kein Bürgermeisterkandidat gefunden hatte. Man habe die Bevölkerung aufrütteln wollen und sich Resonanz erhofft. Der Plan ging auf: Nun haben sich mehrere Kandidaten für das Amt, allerdings auf ehrenamtlicher Basis, gefunden. Der Gemeinderat beschloss daher einstimmig den Status des Bürgermeisters, wie bisher, ehrenamtlich zu belassen.

    Neubau einer Garagenanlage genehmigt

    Dem Bauantrag zum Neubau einer Garagenanlage im Geltungsbereich des Bebauungsplans "Mittlere Stämmig II" erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen. Die Garagen sollen von Privatpersonen oder Ortsvereinen genutzt werden. Die Entscheidung über die Baugenehmigung liegt bei der Baugenehmigungsbehörde.

    Die Entscheidung über einen Bauantrag zur Aufstellung eines Ofens für Festbrennstoffe in einem Wochenendhaus im Bereich des Bebauungsplans "Oben am Ostnert" fiel mit sechs zu vier Stimmen für die Genehmigung des Baus knapp aus. Voraussetzung ist, dass eine Einrichtung gegen Funkenflug vorliegt. Bedenken waren vor allem die erhöhte Waldbrandgefahr und die Befürchtung, dass in Folge einer solchen Genehmigung weitere Wochenendhausbesitzer diesem Beispiel folgen könnten.

    Keine Gefahr für die Gesundheit der Bürger

    Weiterhin unter Vorbehalt wurde der 1000 Meter breite Vorschlagskorridor für die Südlink Kabelverlegung vom Betreiber TransnetBW nun auf eine 100 Meter breite Trasse eingeengt. Der aktuelle Vorschlag ist etwas weiter von der Uettinger Bebauung entfernt als ursprünglich befürchtet. Die Kabel sollen in 1,30 bis 1,60 Meter Tiefe verlegt werden. Laut TransnetBW geht von ihnen keine Gefahr für die Gesundheit der Bürger aus.

    Das zunehmende Abstellen von Gewerbefahrzeugen auf öffentlichem Grund beobachtet Heribert Endres seit längerer Zeit skeptisch. Nun will er sich bei der Polizei und beim Ordnungsamt über mögliche Vorgehensweise gegen diese nicht nur in Uettingen zunehmende Praktik informieren.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Anmelden