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    Altertheim

    Bürgerversammlung im Zeichen des Rückblicks und der Zukunft

    Adolf Hemrich gab während der Bürgerversammlung einem Rückblick auf zwölf Jahre Bürgermeister seiner Heimatgemeinde. Foto: Matthias Ernst

    Die diesjährige Bürgerversammlung in der Unteraltertheimer Mehrzweckhalle stand ganz im Zeichen des Abschieds und der möglichen Ansiedlung der Firma Knauf und dem damit einhergehenden Gipsabbau in der "coolsten Gemeinde 2016".

    Bürgermeister Adolf Hemrich wird bei der kommenden Kommunalwahl nicht wieder als Bürgermeister kandidieren und gab in einer persönlichen Rede einen Rückblick auf die vergangenen zwölf Jahre seiner Amtszeit. Er "wollte das Gesicht von Altertheim verändern", gab Hemrich als Motivation für seine Kandidatur vor dreizehn Jahren an. Dabei, so Hemrich, hatte er immer die Mitmenschen im Blick und nie den eigenen Vorteil. "Es ging mir um einen neuen Geist".

    Doch auch in Altertheim mit seinen Ortsteilen Oberaltertheim, Unteraltertheim und Steinbach sind die Veränderungen der neuen Welt angekommen. Die staatlichen Vorgaben würden immer mehr und würden besonders die kleinen Gemeinden an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit bringen. "Altertheim zu regieren, ist eine Wahnsinnsaufgabe", aber er habe dieses Aufgabe gerne übernommen. Hemrich wollte ein Bürgermeister für alle Bürger sein, dass dies nicht immer gelungen ist, lag an der Tatsache, dass man es nicht allen recht machen kann.

    Große Herausforderungen bei der eigenen Wasserversorgung

    Es ist viel passiert in seiner Amtszeit in der 2161 Einwohner großen Gemeinde. Die eigenständige Wasserversorgung wurde durch gesetzliche Vorgaben vor große Herausforderungen gestellt, der Einbau einer UV-Filteranlage soll das Trinkwasser auf lange Sicht von Bakterien und anderen Einflüssen säubern, der Neubau einer Kläranlage wird derzeit geplant und die Hauptstraßen in Oberaltertheim und Unteraltertheim wurden saniert. Die Sanierung der Mehrzweckhalle ist fast abgeschlossen und mit der Sanierung des Feuerwehrhauses in Steinbach bekommt auch die letzte Ortsfeuerwehr ein neues Zuhause.

    Viele weitere Projekte zählte Hemrich auf, aber für ihn ein besonderes Erlebnis war der Zusammenhalt bei der Ausrichtung des Konzertes von "SDP" im Rahmen der "coolsten Gemeinde 2016" eines Würzburger Radiosenders. Da war "öllas ees", also alle gemeinsam.

    Auch für die Zukunft gibt es noch viel zu tun, gab er seinen Nachfolgern mit auf den Weg. Vor allem der Ausbau des Kindergartens wird ein großes Thema sein, denn derzeit liegt eine Unterversorgung vor. Er dankte allen Mitgliedern des Gemeinderates, den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und des Bauhofs und auch den Bürgern für ihren ehrenamtlichen Einsatz, ohne den es in einer Gemeinde wie Altertheim einfach nicht geht, bevor langanhaltender Beifall einsetzte.

    Bürger stehen hinter der Ansiedelung der Firma Knauf

    Zuvor hatte Hemrich in vielen Folien das Zahlenwerk der Gemeinde vorgetragen, das einmal mehr zeigte, dass es mit der Gemeinde aufwärts geht. Steigende Einnahmen, vor allem aus dem Einkommenssteueranteil, und sinkende Schulden standen im Mittelpunkt seiner Ausführungen.

    Bei den Bürgerfragen wurde deutlich, dass eine große Mehrheit der Bürger hinter der Ansiedlung der Firma Knauf und deren geplanten Gipsabbau steht. Es könne nicht sein, dass eine kleine Gruppe von Personen, die in einer Art "Ökoterrorismus" versuche die Herrschaft und die Meinung im Ort zu übernehmen, sagte beispielsweise Herbert Seubert und erntete dafür viel Beifall.

    Erinnerung an einstimmigen Gemeinderatsbeschluss 

    Bürgermeister Adolf Hemrich erinnerte an den einstimmigen Gemeinderatsbeschluss für eine Ansiedlung der Firma Knauf. Derzeit würden die Vorbereitungen für das Raumordnungsverfahren bei der Regierung von Unterfranken getroffen. Deshalb habe er in seinem Jahresrückblick auch nichts über das Thema gesagt, weil es eben nichts Neues zu berichten gebe.

    Er wisse auch nichts über den möglichen Ausbau der Staatsstraße 2297 in Richtung Irtenberger Wald im Rahmen der Ansiedlung der Firma Knauf. Ein Bürger hatte das Vermessungsamt beobachtet, wie sie die Straße in Augenschein genommen hatten. Eine weitere Frage beschäftigte sich mit der Nachnutzung des alten  Rathauses in Oberaltertheim und die Zukunft der Kläranlage.

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