• aktualisiert:

    RIEDENHEIM

    Bürgerversammlung ohne Kritik und ohne Diskussion

    Mit einem Schuldenstand von rund 15 000 Euro (das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 21 Euro) drücken die Gemeinde Riedenheim derzeit auch keine finanziellen Problem.

    Was sich zu einem größeren, mit beachtlichen Kosten verbundenen Problem entwickeln könnte, das sind nach den Ausführungen des Bürgermeisters die Ertüchtigungen der Teichkläranlagen, die in den kommenden Jahren in Riedenheim und Stalldorf anstehen.

    Fast 1,9 Millionen Gesamtetat

    Der Gesamtetat für das laufende Haushaltsjahr beträgt 1 896 800 Euro. Davon entfallen 723 300 auf den Vermögens- und 1 173 500 Euro auf den Verwaltungshaushalt.

    Bei den Einnahmen im Verwaltungshaushalt steht die Einkommenssteuerbeteiligung mit 342 700 Euro an der Spitze, gefolgt von den Schlüsselzuweisungen mit 252 600 Euro, den Grundsteuern mit 105 000 Euro, der Gewerbesteuer mit 90 000 Euro und den Gebühren für Entwässerung und Friedhof mit 142 000 Euro.

    Bei den Ausgaben schlägt die Kreisumlage mit 246 000 Euro (gegenüber 231 600 Euro im Vorjahr) am höchsten zu Buche.

    Mehr fürs Personal

    Von 124 100 Euro auf 131 100 Euro gestiegen sind laut Edwin Fries die Personalausgaben. Ebenso wie die Umlage an die VG Röttingen, die sich von 114 300 Euro auf 130 000 Euro erhöht hat.

    Von 92 800 Euro auf 58 100 Euro gesunken ist die Schulverbandsumlage. Die Kosten für den Fremdwasserbezug verringerten sich von 50 000 Euro auf 43 600 Euro. Die Darlehenszinsen betragen 1900 Euro gegenüber 200 Euro im Vorjahr.

    Die Zuführung zum Vermögenshaushalt ging von 131 000 Euro im Vorjahr auf 104 000 Euro zurück.

    Für die Pfarrgemeinde, der Ausgaben in Höhe von etwa 300 000 Euro für die Renovierung des Kirchenschiffs bevorstehen, entschloss sich die Gemeinde, die anstehende Renovierung des Turms zu unterstützen. Bei der einmaligen freiwilligen Leistung, die keine Übernahme der Baulast beinhaltet, übernimmt die Gemeinde ein Drittel der auf 120 000 Euro geschätzten Kosten. Mit einem weiteren Drittel bezuschusst die Diözese die Maßnahme.

    Eine Gesamtsumme von rund 500 000 Euro investierte die Gemeinde Riedenheim im Vorjahr in den Bau von Wirtschaftswegen, in die Schule Riedenheim, in das Baugebiet Schießmauer, Kanalinspektion, Bauhof, Gemeindestraßen, der Wasserversorgung und in einen Zuschuss für den Kindergarten.

    Breitbandausbau

    Im laufenden Jahr stehen Ausgaben für den Breitbandausbau, der Sanierung von Wirtschaftswegen und Ortsstraßen, der Untersuchung der Kanäle und der Anschaffung von Geräten für den Bauhof ebenso an wie für weitere Erneuerungsmaßnahmen am Schulgebäude.

    Die für die Sanierung an der Friedhofsmauer im Haushalt eingestellten 15 000 Euro, wurden, so der Bürgermeister durch die Arbeit von ehrenamtlichen Helfern auf die Materialkosten in Höhe von 1200 Euro gesenkt.

    Rückläufige Einwohnerzahlen

    Bevor Bürgermeister Edwin Fries mit dem Zahlenwerk begann, ging er auf die rückläufigen Einwohnerzahlen ein. Im vergangen Jahr ist die Zahl der Einwohner in der Gemeinde mit den Ortsteilen Stalldorf, Lenzenbrunn und Oberhausen von 732 im Vorjahr auf 721 gesunken.

    Laut dem Ortsoberhaupt, ist es unerfreulich, dass besonders junge Menschen, nicht zuletzt wegen fehlender Mietwohnungen, die Gemeinde verlassen.

    Mit jungen Riedenheimern, die sich, wie er hofft, hier niederlassen und Familien gründen, ist auch der Erhalt des Kindergartens verbunden. In der Einrichtung ist derzeit gerade das Existenzminimum gesichert.

    Die Überlegungen von Seiten der Gemeinde, Wohnraum zu schaffen, sind, so Edwin Fries, an den Kosten gescheitert.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (1)

      Kommentar Verfassen

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!