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    Würzburg

    Bund Naturschutz: Nach 179 LGS-Tagen eine positive Bilanz

    Helfer des Bund Naturschutz, die während der Landesgartenschau den Stand betreuten. Foto: Hans Kohl

    Nach 179 Tagen Landesgartenschau (LGS), die vor allem mit ehrenamtlichen Helfern bestritten wurden, zog Martina Alsheimer, stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe Würzburg im Bund Naturschutz, eine durchwegs positive Bilanz. Wenn auch erschöpft nach einer Präsenz von sieben Tagen in der Woche, in zwei Schichten, waren alle Mitarbeiter begeistert und fast ein wenig traurig, als es schließlich vorbei war. Denn wenn auch viel kritisiert worden ist an der LGS, der Bund Naturschutz hat inzwischen Zahlen zusammen getragen, die sich sehen lassen können.

    Ohne LGS weniger Grün am Hubland

    Auch die Gartenschau selbst und die damit verbundene Stadtentwicklung wird vom BN insgesamt positiv bewertet. Wenn die Gartenschau nicht gewesen wäre, gäbe es künftig im neuen Stadtteil nicht so viel Grün, heißt es aus den Reihen des BN.  Für den neuen Stadtteil diene eine Fläche für Wohnbebauung, die zuvor intensiv vom US-Militär genutzt worden war. Die Naturschützer haben daher die Hoffnung, dass künftig  weniger landwirtschaftlich genutzte Flächen oder naturnahe Bereiche für neue Wohngebiete herangezogen werden. Da spielt dann auch der Feldhamster eine Rolle, dessen Schutz sich die Kreisgruppe zum Schwerpunkt gemacht hat. Positiv wird auch die Wildblumenwiese am Hubland eingeschätzt, die allerdings auch als Ausgleichsfläche für die bereits vorhandene und kommende Bebauung vorgesehen war. Wichtig wären jetzt für den Stadtteil noch viele Bäume, so Alsheimer. Der Grundstock sei jedoch durch die Gartenschau.

    9000 Besucher beim Bund Naturschutz

    9000 Besucher wurden während der LGS im Ausstellungsbereich des Bund Naturschutz gezählt gezählt. Der BN hat den Kraftakt von 734 Veranstaltungen bewältigt. Es gab 74 Vorträge zu Themen der Artenvielfalt und 100 Referate zu Heilpflanzen. Dazu kamen 325 Führungen der Forschergruppe Klostermedizin, wobei Johannes Gottfried Mayer mit seinen Vorträgen der absolute Renner war.

    Großes Interesse fanden bei den Gartenliebhabern auch die alten Kulturpflanzen von Wolfgang Väth sowie sein Schulklassenbeet. 25 Schulklassen waren da. Dazu gab es 106 Kinder- und Familienveranstaltungen, für die hauptsächlich BN-Bildungsreferent Klaus Isberner verantwortlich war. Viel Aufmerksamkeit erregte die Schmetterlingsvoliere, betreut von Martina Alsheimer. Mit der Hitze und Trockenheit des diesjährigen Sommers hatten alle drei Sparten zu kämpfen. Die Schmetterlinge erst unter extremer Kälte, später, weil draußen die entsprechenden Blühpfanzen fehlten, die im Konzept geplant waren. In der Voliere konnte man allerdings nachhelfen. Wolfgang Väth mit seinen alten Kulturpflanzen hatte ein beständiges Wasserproblem. Während die Heilpflanzen der Klostermedizin von Johannes Gottfried Mayer mediterranes Klima eher gewohnt waren.

    Neue Mitglieder gewonnen

    Was erst wie ein Abenteuer aussah, für den Bund Naturschutz hat sich das Engagement auf der Landesgartenschau am Hubland in verschiedener Hinsicht ausgezahlt. Zum einen ist man nicht auf den Kosten sitzen geblieben. Es gab Spenden und neue Mitglieder, die sich auch in Zukunft engagieren wollen. Der kleine Feldhamster wurde hundertfach verkauft. Der Holzpavillon, in dem die Vorträge stattfanden, geplant vom Würzburger Architekten Hans Bieberstein und ausgeführt von Zimmerern der Würzburger Josef-Greising-Schule, wo auch der BN-Kreisvorsitzende Armi Amrehn kräftig mit Hand anlegte, ist inzwischen an das Umweltbildungszentrum Schweinfurt weitergegeben worden.

    130 Ehrenamtliche betreuten den BN-Stand

    Das alles wäre nicht ohne die 130 ehrenamtlichen Helfer möglich gewesen, die begeistert dabei waren. Ausdrücklich erwähnt die stellvertretende BN-Vorsitzende in diesem Zusammenhang  Anne Huber, die über den Bundesfreiwilligendienst das LGS-Projekt mitbetreut hat. Das Fazit von Martina Alsheimer: "Wir konnten unsere Inhalte in die Öffentlichkeit rüberbringen, es gab auch großes Interesse von Fachleuten". Vor allem betont sie das große Gemeinschaftsgefühl unter den Helfern. Für sie hat im Ökohaus bereits ein Fest zum Dank für die Mitarbeit stattgefunden.

    Bearbeitet von Richard Wust

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