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    WÜRZBURG

    Buntes Karmann-Spektakel auf der LGS

    LGS: Treffen der Karmannfreunde
    120 VW Karmann Ghia Coupés, Cabrios und die seltenen, bei Karmann Ghia Brasilien gebauten VW SP 2 standen beim Treffen der Karmannfreunde auf dem Gelände der Landesgartenschau in Würzburg. Foto: Daniel Peter

    Von einem offenen Sportwagen auf Basis des VW-Käfers träumte Unternehmer und Autobauer Wilhelm Karmann Anfang der 50er Jahre. Weil er von seiner Idee so überzeugt war, beauftragte er einen befreundeten italienischen Fahrzeugdesigner damit, einen offenen Spider zu entwerfen. Elegant sollte er sein, aber nicht protzig. Drei Jahre später konnte Karmann das Ergebnis in einer Garage bei Paris begutachten. Er war sofort begeistert, obwohl ihm stattdessen ein geschlossenes Coupé gezeigt wurde. Auch Volkswagen Generaldirektor Heinrich Nordhoff war schnell überzeugt - geboren war das VW-Karmann Ghia Coupé, der noch heute die Herzen von Autoliebhabern aus ganz Europa höherschlagen lässt.

    Der „Sekretärinnen-Porsche“ besticht durch schlichte Eleganz

    „Das Karmann Coupé steht für uns einfach für ein Lebensgefühl“, sagen Gabi und Harald Axmann. Das Ehepaar ist extra aus dem Bayerischen Wald gekommen, um zusammen mit rund 120 weiteren Ausstellern ihr grau-grünes Coupé Typ 14 auf der Landesgartenschau in Würzburg auszustellen. Die Kombination aus italienischer Eleganz und deutscher Technik machen das Karmann Coupé für Gabi und Harald Axmann zu etwas ganz Besonderem.

    „Faszinierend sind auch die vielen verschiedenen Farben der Wagen“, sagt Gabi Aximann, für die es das Größte ist, einmal im Jahr zusammen mit ihrem Ehemann mit dem Karmann über die Berge zu fahren. Nach Frankreich oder Italien, weil der Wagen mit seiner Eleganz dort einfach so gut hinpasse. Es sei die schlichte Eleganz des Karman Coupés, das von Kennern auch gerne als „Sekretärinnen-Porsche“ bezeichnet wird, die das Auto so zeitlos besonders mache.

    Mit dieser Ansicht sind die Axmanns nicht alleine. Rund 200 Aussteller und Besucher versammelten sich am Samstag auf der Landesgartenschau, um das zehnjährige Bestehen des Vereins Karmannfreunde Bayern e.V. zu zelebrieren. Der Verein ist eine lockere Interessensgemeinschaft von rund 85 Fahrern und Fahrerinnen, die sich einmal im Monat zum Stammtisch treffen und regelmäßig Ausfahrten machen.

    Karmann-Liebhaber aus ganz Europa

    Das Treffen auf der Würzburger Landesgartenschau stellt ein Höhepunkt für den Verein dar. Vereinsmitglieder und Karmann-Liebhaber aus ganz Europa sind gekommen, um gegenseitig ihre Prachtstücke zu bewundern, zu fachsimpeln oder einfach zu plaudern. Man kennt sich in der Szene, das Miteinander ist freundschaftlich: „Griaß di Fozzybär“, „Tachchen Rudi“, war etwa von feixenden Autofans zu hören.

    Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Karmann-Hersteller Volkswagen, der fünf besonders seltene Exemplare aus der Sammlung von Volkswagen Classic zum Bestaunen und Anfassen präsentierte, was von den Karmann-Freunden mit Begeisterung aufgenommen wurde.

    Die weiteren LGS-Besucher nahmen das Spektakel mit gemischten Gefühlen auf. „Schau mal ein Karmann, den habe ich vor 40 Jahren gefahren“, staunte etwa eine Besucherin. Ihr Begleiter sah es eher kritisch und merkte an, dass über 100, auf Rasen geparkte Oldtimer für ihn nicht sehr gut zum Konzept einer Landesgartenschau passen würden. Die Ausfahrt der über hundert Oldtimer bestaunten sie dann aber beide, schließlich gibt es ein so farbenfrohes Spektakel nicht alle Tage.

    LGS: Treffen der Karmannfreunde
    _ Foto: Daniel Peter

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