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    Burggrumbach

    Burgenfans mit Pinsel und viel Farbe

    Die Sparkassenstiftung unterstützt das Projekt des Siebold-Gymnasiums zur künstlerischen Aufwertung der Burg in Burggrum...

    Zehn Schüler der 11. Jahrgangsstufe  des Siebold-Gymnasiums in Würzburg haben jüngst mit Pinsel und viel Farbe Türen und Fenster der Burg in Burggrumbach wieder auf Glanz gebracht. Es handelte sich dabei um ein praktisches Seminars. 

    Die Idee dazu stammte von Lehrers Martin Mais. Als das P-Seminar im September 2017 zum ersten Mal zusammenkam, wurden schnell Pläne geschmiedet, was man denn tun könnte, um die Burg in Burggrumbach bekannter und ein Stück weit für Besucher auch interessanter zu machen, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Der von der Burg und ihrer Geschichte faszinierte Gymnasiallehrer Martin Mais stellte den Kontakt zur Kirchenverwaltung Burggrumbach, dem Kulturgeschichtlichen Arbeitskreis, der Gemeinde Unterpleichfeld und anderen Personen her, die das Schülerprojekt mit fördern wollten. Vor allem auch die Mittelschule in Unterpleichfeld und Rimpar tragen nun maßgeblich durch Gemälde, funktionstüchtige Belagerungsmaschinen und mittelalterliche Möbel dazu bei, dass das Schülerprojekt rechtzeitig zum diesjährigen Tag des Denkmals (am 9. September von 13 bis 17 Uhr) zum Abschluss gebracht werden kann.

    Finanzielle Unterstützung erhielten die Burgbegeisterten durch eine 1500 Euro Spende der Sparkassenstiftung.  „Damit ist das Projekt auf eine sichere Basis gestellt", freut sich Mais. "Wir werden nun die Verschönerung des vermutlich im Kern aus dem 15. Jahrhundert stammenden Flankierungsturms in Angriff nehmen können.“

    Mit einem neuen, hochwertigen Innenanstrich versehen, soll im Turm die Schreibstube der Burg, das Scriptorium, eingerichtet werden. Ein von der Firma Gleitsmann (Wipfeld) gesponserter Holzdielenboden soll mit den Möbeln in mittelalterlicher Bauart harmonieren, die die Mittelschule Rimpar gebaut hat. „Als besonderes Highlight ist mir eine Buchhandschrift aus der Zeit um 1200 in die Hände gefallen. Nachdem ich die Erlaubnis der Bürgerbibliothek Bern erhalten habe - wo das einzigartige Buch aufbewahrt wird - eine Reproduktion auf die Turmwand zu bringen, werden hier die Besucher in die Geschichte der ‚sizilianischen Abenteuer’ Heinrich VI eintauchen können“, erzählt der Projektleiter.

    Wenn alles nach Plan läuft, werden die Besucher am Tag des Denkmals zahlreiche „mittelalterliche“ Schülerarbeiten in der gut erhaltenen mittelalterlichen Burg 13 Kilometer nördlich von Würzburg bewundern können. Die Schüler des P-Seminars führen dann Besucher durch die Burg, die durch Ritter des Chors Castellum Hospitalis mit Komtur Aneas von Stape (Andreas Stapf) zusätzlich belebt wird. 

    Susanne Vankeirsbilck

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