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    Würzburg

    Corona-Krise: Soziale Angebote für Hilfsbedürftige

    Ein Runder Tisch zum Thema "Hilfesysteme für gefährdete Menschen und Senioren" hat im Sozialreferat als Reaktion auf die Herausforderung Corona-Virus stattgefunden. Aus den gesammelten Bedarfen heraus wurde beschlossen, die reguläre Nummer der städtischen "Beratungsstelle für Senioren" ab morgen personell zu verstärken und hier eine Hotline einzurichten, teilt die Stadt mit.

    Seniorentelefon: Tel. (0931) 373510

    Das "Seniorentelefon" ist ein Angebot für alle Seniorinnen und Senioren und hilfsbedürftige Menschen, die einen akuten nichtmedizinischen Hilfebedarf haben. Die Hotline ist von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr unter Tel. (0931) 373510 erreichbar.

    Die eingehenden Anliegen werden in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Wohlfahrtsverbänden und mit Unterstützung ehrenamtlicher Strukturen, in enger Absprache mit der Freiwilligenagentur Würzburg, bearbeitet. Das Seniorentelefon ersetzt nicht die Bürgertelefone der Stadt und des Landkreis Würzburg und der Kassenärztlichen Vereinigung, heißt es weiter in der Mitteilung.

    Unterstützungsangebote

    Zudem hat die Freiwilligenagentur seit gestern eine Datenbank eingerichtet, in die Hilfsangebote eingepflegt und bedarfsgerecht aktiviert werden können. Unterstützungsangebote können per E-mail (freiwilligenagentur@stadt.wuerzburg.de) gemeldet werden.

    Ein Abstimmungstreffen der Wohlfahrtsverbände zu den Themenfeldern Pflege sowie Unterstützungsmöglichkeiten für ältere und hilfebedürftige Menschen fand am Donnerstag im Sozialreferat unter der Leitung von Sozialreferentin Dr. Hülya Düber und Teilnahme des Oberbürgermeisters Christian Schuchardt statt. Notwendige ambulante Betreuungsstrukturen werden weiterhin aufrecht erhalten, heißt es.

    Aktuelle Angebote für Hilfsbedürftige
    Sozialreferat: für den Publikumsverkehr geschlossen. Sachbearbeiter sind telefonisch oder per Mail erreichbar, zentrale Nummer: Tel. (0931) 373478.
    Beratung und aufsuchende Hilfe für Senioren: Telefonberatung (0931) 373510  und Hausbesuche im Notfall.
    Tafel Würzburg: Betrieb eingestellt, St. Egidio, Willkommen mit Musik und Hermine planen eine Notversorgung, Telefonhotline - täglich 16 bis 18 Uhr besetzt (0931) 3229436.
    Bahnhofsmission: für den Durchgangsverkehr geschlossen. Zwei Nachtschlafplätze für besonders gefährdete Frauen verfügbar. Vorerst keine nächtlichen aufsuchenden Einsätze mehr. Telefonisch weiterhin 24 Stunden erreichbar: (0931) 73048800. Essensausgabe durch die Durchreiche täglich von 9 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr. Nur zur Mitnahme.
    Wärmestube: aktuell geschlossen, evtl. wird mit Bruder Tobias eine temporäre Notversorgung (Medizinische Versorgung, Duschen, Wäschewaschen, Abholstelle Lebensmittel) organisiert.
    Gefährdetenhilfe und Notfallunterbringung: In der Sedanstraße wird eine Notfallunterbringung ermöglicht, wenn die KzÜ der Christophorus keine Kapazitäten mehr hat. Dies gilt ebenfalls für das HAW. Diese Notfallbetten können über die Mitarbeiter des Security Dienstes bezogen werden. Kontaktnummer zum Sicherheitsdienst wird noch bekannt gegeben Antonie Werr: Kurzzeitübernachtung für Frauen ist geöffnet, die Belegung ist vorübergehend von vier auf drei Plätze reduziert worden. Persönliche Beratung findet – unter Sicherheitsabständen (mindestens 1,5 Meter) – weiterhin statt.
    Das Tagesgeschäft läuft vorerst regulär weiter. Die Auszahlung von Tagessätzen wird aktuell noch abgeklärt. Ausgangssperren oder ähnliches gibt es nicht, dass Besuchsverbot bleibt aufrecht.
    Condrobs/Kontakt Café: Warme Speisen werden im Kontaktcafe ausgegeben. Während der Krise dürfen auch andere Bedürftige kommen. Der Kaffeebetrieb ist jedoch eingestellt. Aktuell organisieren die Mitarbeiter im privaten Kreis Lebensmittelspenden. 
    Drogenberatungsstelle: telefonisch erreichbar unter (0931) 59056.
    Dr. Rainer Schohe (SUPRA): Personenkontakte wurden/werden reduziert. Rezepte werden (takehome) für zwei bis drei Wochen ausgestellt. 
    Johann-Weber Haus: keine Aufnahmegespräche und für externe Besucher geschlossen.
    Beratungsstelle für Strafentlassene: telefonische Beratung, eine Einzelberatung ist weiterhin möglich.
    Schuldnerberatung: nur noch telefonisch (0931) 322413, auch in der JVA findet aktuell keine Beratung mehr statt.
    Zentrale Beratungsstelle für Wohnungslose: in Verbindung mit der Kurzzeitübernachtung bietet momentan noch ca. acht Männern eine Übernachtung im Einzelzimmer an.
    Altenbetreuungszentrum (ABZ): bis vorerst 13. April geschlossen, telefonische Erreichbarkeit (0931) 38659145.
    Caritasladen: voraussichtlich bis 17. April 2020 geschlossen.
    Psychosoziale Beratungsstelle für Suchtprobleme: nur telefonisch erreichbar (0931) 38659180.
    Wohnraumvermittlung „Fit for move“:  nur telefonisch erreichbar (0931) 38659-211/-212.
    Frauenhaus der AWO: telefonischen Ansprechzeiten (montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr) unter der Tel.: (0931) 619810 abdecken.
    AnsprechBar der AWO: derzeit geschlossen, aber telefonisch erreichbar unter (0931) 61936609 werktags zwischen 10 und 17 Uhr, für Hilfe bei Einkäufen und Besorgungen.
    Drei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
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    Bearbeitet von Susanne Vankeirsbilck

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