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    Würzburg

    Corona: So können Eltern ihre Kinder beschäftigen

    In Bayern haben Schulen und Kindergärten haben geschlossen, die Menschen sollen zuhause bleiben. Experten haben Tipps, wie Sie Ihre Sprösslinge jetzt beschäftigen können.
    Wenn Kinder nicht aus dem Haus dürfen, können Eltern mit ihnen kleine Pappmaché-Kunstwerke basteln. Aus Papier oder Klopapier, Kleister und Luftballons entstehen dann beispielsweise Monster oder Masken. 
    Wenn Kinder nicht aus dem Haus dürfen, können Eltern mit ihnen kleine Pappmaché-Kunstwerke basteln. Aus Papier oder Klopapier, Kleister und Luftballons entstehen dann beispielsweise Monster oder Masken.  Foto: Mascha Brichta

    Bayerns Kitas und Schulen haben geschlossen. Deswegen stehen viele Eltern gerade vor der Herausforderung: Wie beschäftige ich meine Kinder am Besten, ohne dass sie das Haus verlassen? Aber keine Sorge – ob gemeinsam mit der Familie oder ganz auf sich allein gestellt, gibt es jede Menge Aktivitäten in den eigenen Wänden. Mit diesen Tipps vergeht die Zeit der Quarantäne gleich viel schneller.

    Basteln ist ein toller Zeitvertreib für Kinder, die momentan in "Corona-Quarantäne" sind. Übrige Klopapierrollen lassen sich übrigens prima zu Schmetterlingen oder Osterhasen verbasteln.
    Basteln ist ein toller Zeitvertreib für Kinder, die momentan in "Corona-Quarantäne" sind. Übrige Klopapierrollen lassen sich übrigens prima zu Schmetterlingen oder Osterhasen verbasteln. Foto: Wibke Gick

    Tipps von den Erzieherinnen des Kindergartens Haus für Kinder St. Hildegard in Würzburg

    • "Ich sehe was, was du nicht siehst": Mit dem Handy oder Tablet durch die Wohnung gehen und interessante Details oder Gegenstände fotografieren. Später müssen alle raten, wo das ist.
    • Ein Koch- und Backbuch beginnen: Die Kinder schreiben die Rezepte auf und illustrieren anschließend die Gerichte.
    • Aus Pappmaché Monster basteln: Das klassische Pappmaché-Rezept leicht abgewandelt: Statt Zeitungspapier verwendet man Toilettenpapier – ohne bunte Muster. Man kann bei dem üblichen Tapetenkleister bleiben oder auch "natürlichen Kleber“ aus einem 1:1 Gemisch aus Mehl und Wasser verwenden. Dafür kocht man am besten etwas Wasser auf und rührt unter Kochen das Mehl hinein. So vermeidet man Klümpchen und es ergibt sich eine kleisterähnliche Konsistenz. Das Gemisch um einen Luftballon kleben. Trocknen lassen und anschließend bemalen oder mit bunten Papierresten bekleben.
    • Basteln mit Klopapierrollen: Bastelmaterial hat man oft zu Hause und davon haben die meisten von uns gerade jede Menge: Klopapierrollen. Daraus tolle Sachen basteln. Aus dem vielseitigen Bastelmaterial werden lustige Osterhasen und freche Vögel. Auch Schneemänner, Engel, Pinguine und Tannenbäume sind beliebte Motive beim Basteln mit Klopapierrollen. Aber auch dekorative Wanddekorationen und nützliche Stiftboxen können aus daraus gebastelt werden.
    • Papierperlen drehen: Aus Kunstdrucken lassen sich prima Papierperlen drehen. Für die Papierperlen einfach Papier in der gewünschten Breite, etwa ein zentimeter, in Steifen schneiden. Als nächstes werden die Papierstreifen auf ein Schaschlikstäbchen gewickelt. Ein Zahnstocher tut es auch. Je länger die Streifen, desto größer wird der Durchmesser der Perle. Zum Schluss die Papierspitze über einen Klebestift streifen und festkleben. Anschließend aus den Papierperlen eine Kette fädeln.
    • Kaufladenzubehör basteln: Zum Beispiel Eis am Stiel aus Schwammtüchern, Wurst, Käse und Nudeln aus Filz ausschneiden oder Bonbons aus kleinen Kugeln, die man hübsch verpackt, herstellen.
    • Hindernis-Parcour mit Schnüren: Im Flur Schnüren kreuz und quer in verschiedenen Höhen spannen. Die Kinder müssen sich dann geschickt durch bewegen, ohne die Schnüre zu berühren.
    Christoph Quarch ist Philosoph, Theologe und Publizist. Er lebt in Fulda und hält immer wieder Seminare in Unterfranken. Nächste Woche erscheint sein neuestes Buch: 'Neustart, 15 Lehren aus der Corona-Krise'.
    Christoph Quarch ist Philosoph, Theologe und Publizist. Er lebt in Fulda und hält immer wieder Seminare in Unterfranken. Nächste Woche erscheint sein neuestes Buch: "Neustart, 15 Lehren aus der Corona-Krise". Foto: Nomi Baumgartl

    Tipps von dem Fuldaer Philosophen Christoph Quarch

    • Gemeinsam singen: "Wo man singt, da lass dich ruhig nieder!" – eine alte Weisheit, die auch in Corona-Zeiten gilt. Singen tut gut, singen verbindet, singen lüftet die Seele durch. Und: Singen stärkt sogar die Abwehrkräfte. Aber Sie können nicht singen, sagen Sie? Unsinn. Jeder kann singen. Vielleicht nicht immer gut, aber da wollen wir jetzt nicht wählerisch sein. Es ist dabei egal, ob Sie Kinderlieder aus dem Kindergarten singen oder Popsongs. Toll is es, wenn Sie Menschen in der Familie haben, die ein Instrument beherrschen und auf diese Weise den Gesang begleiten können.
    • Ab an die frische Luft: Egal ob Sonne oder Regen, draußen sein ist immer richtig. Warum? Ganz einfach: Draußen in der Natur unter freiem Himmel, da ist das Leben, da singen die Vögel, da summen die Bienen, da duften die Blüten. Da ist immer etwas los. Auch wenn wir Menschen des Internet-Zeitalters das oft vergessen haben. Jetzt aber ist die Zeit gekommen, die Sprache der Natur neu zu lernen und sich von ihr trösten und ermutigen zu lassen. Denn das Leben da draußen hat so manche Krise überstanden – und es wächst und blüht noch immer.
    • Postkarten und Briefe schreiben: So es denn noch Großeltern, Großtanten oder andere Verwandte in Ihrer Familie gibt, könnte dies das Mittel der Wahl sein: ein Brief oder eine Postkarte. Jaja, noch gibt es ja diese altmodische Kulturtechnik des Briefeschreibens, mit der man Menschen eine echte Freude machen kann. Zumal wenn man aus dem Brief eine Art von Wundertüte für die Adressaten macht, der neben ein paar netten Worten noch ein selbst gemaltes Bild enthalten kann. Und wir wissen ja, dass die Älteren in diesen Tagen oft alleine und sicher dankbar sind, wenn man auf diese Weise signalisiert, dass man an sie denkt und sich Zeit für sie nimmt.
    • Digitales Aufräumen: Wie steht’s um Ihre digitalen Fotoalben? Oder Ihre digitale Musik-Bibliothek? Wildwuchs? Dann könnte jetzt der Zeitpunkt gekommen sein, sich dessen anzunehmen und den digitalen Frühjahrsputz zu beginnen: Ordner löschen, Ordner anlegen, Ordner sortieren. Sofern Ihre Kinder schon eigene digitale Geräte haben, könnte dies die Gelegenheit sein, für dieses häufig vernachlässigte Thema Bewusstsein zu schaffen. Vielleicht wollen Sie gemeinsam mit den Kindern ein Fotoalbum erstellen. Fotos sind in Krisenzeiten etwas Wunderbares, weil sie dazu beitragen, Energie aus der Vergangenheit zu ziehen und Lust zu machen auf die Zeit, die nach Corona kommt.
    • Ausschlafen: Eines noch zum Schluss: Wozu Sie sonst nie kommen – jetzt ist es so weit: Schlafen Sie aus! So lange wie es geht! Schlafen ist die beste Medizin. Und wer schläft, der lagerkollert nicht.
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