• aktualisiert:

    Würzburg

    DGB fordert mehr sozialen Wohnungsbau

    „DGB fordert mehr sozialen Wohnungsbau – bezahlbar ist die halbe Miete“. (von links) Anna Kroll (DGB Jugend), Karin Dauer (Vorsitzende DGB Kreisverband Würzburg), Helmut Radler (DGB Kreisverband Würzburg), Viktor Grauberger (Gewerkschaftssekretär DGB Unterfranken). Foto: Ulrike Schulz

    Für viele Arbeitnehmer ist bezahlbarer Wohnraum heute Mangelware. Gerade in den Ballungszentren führt das immer öfter zu längeren Pendelzeiten. Deshalb setzt sich der DGB für eine andere Wohnungspolitik und für mehr sozialen Wohnungsbau ein. Unter dem Motto „Bezahlbar ist die halbe Miete“ weist er derzeit bundesweit und im Rahmen des DGB-Zukunftsdialogs mit mehr als 200 Aktionen und Veranstaltungen auf den Handlungsbedarf hinweisen. Auch der DGB Kreisverband Würzburg beteiligt sich laut einer Pressemitteilung.

    DGB-Kreisvorsitzende Karin Dauer sagte dazu: "Hier in Würzburg sind die Mieten seit 2014 um 22,6 Prozent gestiegen. Während 2014 für einen Quadratmeter noch 8,42 Euro zu zahlen waren, musste Ende 2018 bereits 10,32 Euro gezahlt werden. Für uns Gewerkschaften ist klar, gegen den knappen Wohnraum und steigende Preise hilft nur eins: mehr sozialer Wohnungsbau.“

    Gerade auch mit Blick auf die vielen Studierenden in der Stadt und der sich „Jahr für Jahr wiederholenden Tragödien auf dem Wohnungsmarkt“ fordert DGB Regionssekretär Viktor Grauberger, dass noch viel mehr Anstrengungen in die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Auszubildende und Studierende gelegt werden müssen. „Auch braucht es endlich einen Mietspiegel für die Stadt, der auch rechtssicher gestaltet sein muss“, führt der Gewerkschafter weiter aus.

    Bei den genannten Zahlen handelt es sich um von Empirica Systeme erfasste, sogenannte Angebotsmieten also jene Preise zu denen Wohnungen auf dem Markt angeboten werden. Sie bilden die Dynamik auf dem Wohnungsmarkt besser und zeitnaher ab als die sogenannten Bestandsmieten. Empirica wertet für ihre Datenbanken mehr als 100 verschiedene Quellen aus.

    Bearbeitet von Lena Berger

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!