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    WÜRZBURG

    Das ist das Main-Topmodel 2017

    Wenn es nicht klappt, trösten wir uns gegenseitig“, versichern sich die jungen Frauen kurz vor dem großen Finale. Doch für eine der Kandidatinnen wird es klappen. Eine von ihnen wird das Main-Topmodel 2017. Auf dem Würzburger Stadtfest fiel diesen Samstag die Entscheidung. Bereits zum zehnten Mal begab sich eine fachkundige Jury auf die Suche nach den schönsten Mädchen Mainfrankens. Beim Vorentscheid auf dem Kitzinger Stadtfest traten die diesjährigen Bewerberinnen erstmals gegeneinander an. Acht Kandidatinnen gelang beim Halbfinale in Schweinfurt der Sprung ins Finale.

    Die Choreographie sitzt so gut wie das Make-up, doch beides frischen die jungen Frauen nochmals auf. Dann betreten sie die Main-Post-Bühne auf dem gut gefüllten Platz vor dem Vierröhrenbrunnen. Im ersten Lauf präsentierten die Models ihre Lieblingsoutfits. Nelli Kubitzki trägt am liebsten ein schwarzes, kniefreies Kleid mit weißen Punkten und kombiniert es mit schwarzen Stiefeln. „Das Kleid finde ich eigentlich ganz niedlich – und die Boots dazu brechen den Stil. Das mag ich ganz gerne“, begründete die Schweinfurterin ihre Wahl.

    Erst ging es leger zu, dann elegant

    In der zweiten Runde tauschten die jungen Frauen ihre legeren Outfits gegen elegante Stoffhosen, Blazer und Etuikleider. Aus den Finalistinnen wurden innerhalb weniger Minuten Geschäftsfrauen, die den drei Juroren beweisen sollten, dass sie auch im Büro eine gute Figur machen können. Ob ihnen das gelang, entschieden die Fotografin und Stylistin Yvonne James, der Fotograf René Schreiner und Julia Kleinschrodt, die letztjährige Gewinnerin des Schönheitswettbewerbs.

    Noch konnten sich vereinzelte Sonnenstrahlen gegen den Nieselregen durchsetzen, doch der Herbstbeginn naht. Wer im Trend liegen möchte, muss Beerenfarben tragen, rät James. „Vor allem sollte man aber das anziehen, worin man sich am wohlsten fühlt – auch wenn es mal nicht der neusten Mode entspricht“, betonte die Jurorin. Dann erklärten die Kandidatinnen ein letztes Mal die Bühne zum Laufsteg, um ihre Outfits für die kommende Jahreszeit zu präsentieren.

    Kein Zickenkrieg hinter der Bühne

    Auf Beerenfarben setzte kaum eine der Finalistinnen, aber dass sie sich auf der Bühne wohlfühlten, war allen Kandidatinnen anzusehen. „Main-Topmodel ist eine echte Talentschmiede“, meinte die Moderatorin Nina Bergmann.

    „Wenn ich nebenher noch ein bisschen Geld mit dem Modeln verdienen könnte, wäre das super.“
    Anne Hohmann Siegerin Main-Topmodel

    Sabine Fischer aus Uettingen gewann den Titel im Jahr 2012. In der diesjährigen Staffel der „Germany's next Topmodel“ mit Heidi Klum gehörte sie zu den besten Zehn. In der mainfränkischen Version der Fernsehsendung habe es hinter der Bühne jedoch keinen Zickenkrieg gegeben, hebt Bergmann hervor. Dass die Mädchen nicht nur lange Beine zu bieten haben, zeigte Laura Klüpfel aus Sennfeld. Sie gab einige Verse der Soul-Sängerin Amy Winehouse zum Besten und löste damit ein Versprechen ein, dass sie der Moderatorin im Halbfinale gab.

    Alle hätten den Sieg verdient

    Während sich die Jury zur finalen Beratung zurückzog, sang Tamara Bencsik mit kraftvoller Stimme aktuelle Pop-Songs. Dem Applaus des Publikums nach zu urteilen, hätte sie noch ein paar mehr Lieder singen dürfen. Doch für die Mädchen hinter der Bühne fühlt sich das letzte Lied vor der Entscheidung wie eine Ewigkeit an. Alle sind nervös. Doch als die acht Kandidatinnen sich ein letztes Mal auf der Bühne aufreihen und sich die Hände halten, geht alles ganz schnell.

    Alle hätten es verdient. Es kann nur eine werden. Nur eine wird das Main-Topmodel 2017. Nur eine gewinnt die Reise nach Kapstadt in Südafrika ins „One&Only“ Resort, die der Touristikanbieter „Reiseservice Africa“ spendiert. Der erste Platz geht an Anne Hohmann. Gefolgt von Sophie Unsleber und Lisa Dehning auf dem dritten Platz.

    Ein professionelles Fotoshooting gehört dazu

    Sofort klicken die ersten Kameras für das Siegerfoto. Ein Geräusch, das Hohmann in Zukunft wahrscheinlich noch öfter hören wird. Denn zum Preis gehört auch ein professionelles Fotoshooting mit René Schreiner, der von allen Finalistinnen eine sogenannte Sedcard erstellen wird. Mit diesen Bildermappen können sich die jungen Frauen dann bei Modelagenturen bewerben.

    Das ist auch der Plan von Hohmann. „Wenn ich nebenher noch ein bisschen Geld mit dem Modeln verdienen könnte, wäre das super“, meint die 20-jährige Gewinnerin. Der Kontrast zwischen der glamourösen Modewelt und ihrem eigentlichen Beruf könnte jedoch kaum größer sein. Denn Hohmann macht eine Ausbildung zur Werkzeugmechanikerin in Bad Brückenau. Doch vielleicht tauscht sie die Stahlkappenschuhe schon bald gegen High Heels ein.

    Von unserem Mitarbeiter Jonas Keck

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