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    Güntersleben

    Der Dürrbach soll zur Grünachse aufgewertet werden

    Die Einmündung des Birkenwegs soll ansprechender gestaltet aufgewertet werden. Die Brücke bleibt in ähnlicher Form erhalten. Foto: Ammon

    Ursprünglich sollte nur die Einmündung des Birkenwegs in die Gramschatzer Straße umgestaltet werden. Nachdem sich jedoch gezeigt hat, dass dieses Vorhaben als zu "inselhaft" nicht unter die Städtebauförderung fällt, hat das Büro Kaiser und Juritza einen deutlich erweiterten Entwurf ausgearbeitet. Er sieht nun eine Erweiterung des Dürrbachparks und eine Aufwertung des Dürrbachs zur Grünachse vor, die quer durch den Ort verläuft. Auch soll es an dem Bach Aufenthaltsorte geben, die zum Verweilen einladen. Für diesen Planungsentwurf soll nun nochmals eine Förderung beantragt werden. Die Kosten schätzt das Büro auf 320 000 Euro.

    So sieht der neue Entwurf aus: An der Stelle, wo der Birkenweg in die Gramschatzer Straße einmündet, hat die Planerin Laura Kraus eine zusammenhängende Grünfläche vorgesehen. Ein Gehweg ist als Verbindung zur Brücke über den Bach geplant. Diese bleibt erhalten, obwohl sie einige im Gemeinderat entfernen möchten. Die Straße selber wird abgeknickt angeschlossen, deutlich verkleinert und gepflastert, um ihren verkehrsberuhigten Charakter anzuzeigen. Der Bordstein zum Bach hin entfällt. Die Straße ganz zurückzubauen ist nicht möglich, da sie von Anliegern als Zufahrt benötigt wird.

    Spielplatz mit Picknick-Möglichkeit

    Auch ist nun das vor kurzem im Rat beschlossene Gewässerentwicklungskonzept für den Dürrbach berücksichtigt. Am Dürrbachpark soll der bisher in Betonschalen gebannte Bach mehr Spielraum erhalten. Auch hat die Gemeinde gegenüber, zwischen Bach und Radweg, ein Schrebergarten-Grundstück erworben, auf dem ein Spielplatz für Kleinkinder mit Picknick-Möglichkeit entstehen soll. Trittsteine könnten durch den Bach führen. Auf der neuen Grünfläche am anderen Ende an der Gramschatzer Straße könnte wieder eine Sitzgruppe aufgestellt werden. Auch könnte hier ein "Angelpunkt" entstehen, der das Ufer mit Sitzstufen aus Natursteinblöcken etwas abflacht und zugänglich gestaltet.

    Ob es allerdings viele Gelegenheiten gibt, um dem Bach beim Plätschern zuzuschauen, ist fraglich. ÜBG-Gemeinderätin Marianne Scheu-Helgert verwies darauf, dass der Bach die meiste Zeit des Jahres kein Wasser führe. Sie befürchtet einen höheren Aufwand bei der Pflege des Bachs. Auch dürfte es an der langen Gerade am Birkenweg wie auch im weiteren Verlauf im Ort mangels Platz schwierig werden, den Bach naturnah und "erlebbar" zu gestalten. "Da, wo wir es können, sollten wir es tun", betonte Bürgermeisterin Klara Schömig. Sie will dennoch prüfen lassen, ob die Rinne, die bisher den Bach kanalisiert, erhalten bleiben kann, ohne die Förderung zu gefährden.

    Anlieger wollen nicht auf den Übergang verzichten

    Dass die alte, wenig ansehnliche Betonbrücke an der Gramschatzer Straße saniert werden soll, traf auf Kritik. "Die Brücke ist und bleibt eine Krücke", stellt Gerhard Möldner (SPD) fest. Ein alternativer Vorschlag, den Bach über eine ebenerdige Rampe zu überqueren, fand keine Mehrheit. Auch wollen die Anlieger nicht auf den Übergang verzichten. Möldner und drei weitere Räte stimmten gegen die Brücke. Die Planung für den Birkenweg traf dagegen auf Einstimmigkeit.

    So könnten Birkenweg und Dürrbach schon bald aussehen. Noch gibt es jedoch keine Zusage der Städtebauförderung. Foto: Kaiser + Juritza

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