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    WÜRZBURG

    Der Landkreis wäre eine gute Partie

    Filetstück: Die wohl wertvollste Immobilie des Landkreis ist sein blaues Amtsgebäude im Frauenland. Das Luftbild zeigt die Rückseite. Zu den weiteren Besitztümern gehören die Main-Klinik, Schulen, Seniorenheime, Äcker und über 300 Kilometer Straßen. Foto: Landkreis Würzburg

    Der Landkreis Würzburg ist mit 1400 Beschäftigten nicht nur einer der bedeutenden Arbeitgeber in der Region, sondern hat auch einen großen Grundstücks- und Immobilienbesitz. Die Finanzverwaltung im Landratsamt Würzburg schätzt den Wert auf mehr als 100 Millionen Euro.

    Wertvollstes Objekt ist ohne Zweifel das Gebäude in der Würzburger Zeppelinstraße im Stadtteil Frauenland. Es dient dem Landkreis als zentrale Anlauf- und Verwaltungsstelle. Dazu kommt noch die neue Außenstelle in der benachbarten Friesstraße, die jüngst ihrer Bestimmung übergeben wurde.

    Beide Objekte gelten in Würzburger Immobilienkreisen als Filetstücke. Zumal das Hauptgebäude in der Zeppelinstraße in den vergangenen Jahren für mehr als sieben Millionen Euro aufwändig innen und außen saniert wurde.

    Doch der Geldwert ist die eine Seite. Die andere, das sind viele Hektar Land, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten für den Naturschutz vom Landkreis aufgekauft wurden. Seien es die Trockenrasenhänge in Neubrunn-Böttigheim, am Kleinochsenfurter Berg oder im Bereich der Thüngersheimer Platte.

    Verwalter der Liegenschaften ist Stefan Dürr im Landratsamt Würzburg. Er weiß, viel Besitz des Landkreises ballt sich in Ochsenfurt zusammen. Angefangen von der Main-Klinik über die Schulen, das Hallenbad bis hin zum Pallatium, dem früheren Herbstsitz der Würzburger Domherrn, der als Außenstelle des Landratsamtes dient. Allerdings gehört dieses historische Gebäude mit seinen riesigen Kellern dem Freistaat. Doch der hat es mietfrei für viele Jahrzehnte dem Kreis überlassen. Der Landkreis besitzt am Pallatium aber auch ein eigenes Verwaltungsgebäude.

    Als wertvoll wird von Fachleuten auch die Immobilie des Deutschhaus-Gymnasiums am Zeller Berg in Würzburg eingestuft. Dort hat der Landkreis ebenfalls viele Millionen Euro in Sanierung und Ausbau gesteckt. Ein weiteres Landkreis-Gymnasium besteht in Veitshöchheim. Dazu kommt noch die Leopold-Sonnemann-Realschule in Höchberg sowie die Ruppert-Egenberger-Schule mit Unterrichtsstätten in Höchberg, Veitshöchheim, Gelchsheim und Sommerhausen.

    Seniorenheime besitzt der Kreis in Aub und am Hubland in Würzburg. Dazu gesellt sich noch das Gebäude des Amtes für Landwirtschaft in der Von-Luxburg-Straße, der Bauhof in Giebelstadt und als jüngste Liegenschaft das Feuerwehr-Zentrum im Gewerbepark Klingholz.

    Einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb hat der Landkreis noch nicht, aber etliche Ackerflächen, die verpachtet sind, wie Dürr weiter berichtet. Die werden häufig für Ausgleichsflächen benötigt, wenn zum Beispiel eine neue Kreisstraße gebaut wird. Immerhin besitzt der Landkreis 306 Kilometer Straßen.

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