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    Waldbüttelbrunn

    Der Waldfriedhof in Waldbüttelbrunn wird neu gestaltet

    Die Nachfrage nach Erdbestattungen geht auch in Waldbüttelbrunn zurück. Zudem gibt es Verwesungsgerüche. Wie aber soll der Friedhof künftig aussehen?
    Wie man den Waldbüttelbrunner Friedhof fit für die Zukunft machen kann, erfuhren die Mitglieder des Gemeinderates bei einer Präsentation von Landschaftsarchitektin Miriam Glanz. Foto: Matthias Ernst

    Wie in Zukunft der Waldfriedhof in Waldbüttelbrunn aussehen könnte, darüber referierte Landschaftsarchitektin Miriam Glanz vor dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Insgesamt stellte sie dem Waldbüttelbrunner Gottesacker ein gutes Zeugnis aus. Es gäbe verhältnismäßig wenig aufgelassene Gräber und man habe große Erweiterungsflächen. Allerdings gehe auch hier die Nachfrage nach Erdbestattungen immer weiter zurück.

    Bei den Familiengräbern sei der Rückgang am auffälligsten, so Glanz. Besonders positiv aufgefallen bei ihrer Bestandsaufnahme sei ihr die große Barrierefreiheit. "Sie haben einen sehr schönen Friedhof mit eigenständigem Charakter." Trotzdem solle man den gegenwärtigen Trend zur Urnenbestattung aufnehmen. Geplant hatte der Rat eine Urnenwand. Hiervon riet Glanz allerdings ab, da dies den Charakter des Friedhofes zerstören würde. Stattdessen seien Urnenfelder oder Baumbestattungen möglich.Letztere seien im hinteren Bereich des neuen Teils durchaus möglich, die Urnenfelder könnten in der Weiterführung der bisherigen Felder liegen.

    Bestandsaufnahme auch für Rossbrunner Friedhof geplant

    Auch für den Hochbehälter, der mitten im Friedhof liegt, hatte sich Glanz Gedanken gemacht. Hier könne ebenfalls ein Urnenfeld entstehen, gefasst von einer kleinen Mauer, die die Krümmung des Wasserbehälters übernehmen könnte. Im alten Teil neben der Aussegnungshalle gebe es Verwesungsprobleme, sodass man hier keine neuen Erdgräber mehr vergeben sollte. Die Landschaftsarchitektin kann sich auch vorstellen, dass man die ersten beiden Reihen der Familiengräber hinter der großen Wiese in Zukunft nicht mehr vergibt und die Grasfläche erweitert. Doch dies sei alles erst in 20 bis 25 Jahren zu verwirklichen.

    Schneller könne man auf die Zunahme der Urnenbestattungen reagieren. Aus Reihen des Gemeinderates wurde der Wunsch geäußert, dieses Vorhaben noch in diesem Jahr anzugehen. Barbara Plaschke (CSU) regte an, so eine Untersuchung wie für den Waldbüttelbrunner Friedhof auch für den Friedhof in Roßbrunn zu beauftragen. Dem schloss sich der Rat mehrheitlich an.

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