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    Der Weg ist frei für Betreutes Wohnen

    Blick auf das Gewerbegebiet Lange Läng. Links sind die beiden Einkaufsmärkte, dahinter steht die Seniorenresidenz und vo...

    Mit der Einarbeitung der Anregungen und Abwägen der Bedenken der Träger öffentlicher Belange ist der Weg nun frei für die dritte Änderung des Bebauungsplanes "Lange Läng". Das Ingenieurbüro Arz hat alle frist- und formgemäß eingegangenen Stellungnahmen aus der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung geprüft und entsprechende Beschlussempfehlungen für den Gemeinderat erstellt. Die Stellungnahmen und zugehörigen Beschlussempfehlungen wurden den Gemeinderatsmitgliedern in der jüngsten Sitzung von Bürgermeister Volker Faulhaber (SPD) vorgestellt.

    Faulhaber las die Stellungnahmen vor und ebenso die Empfehlungen des Büros. Das reichte Peter Hornung (FWK) nicht aus. Er fragte nach, warum die Ausführungen nicht mit den Sitzungsunterlagen zugesandt worden waren. So hätte man sich besser auf die Sitzung vorbereiten können. Eine befriedigende Antwort bekam er nicht. Es wurde vom Bürgermeister lediglich auf die bisher übliche Vorgehensweise verwiesen.

    So wurden die eingearbeiteten Änderungen bei drei Gegenstimmen beschlossen, ebenso wie die entsprechende Satzung. Die wird nun ortsüblich bekannt gemacht und damit gilt die dritte Änderung des Bebauungsplanes "Lange Läng" als rechtsverbindlich. Die Änderung wurde hauptsächlich nötig, weil ein Investor auf einem Grundstück ein Mehrfamilienhaus für betreutes Wohnen mit Tiefgarage bauen möchte. Gegenüber dem alten Bebauungsplan wurde beispielsweise die Gebäudehöhe auf 12,80 Meter erhöht. Damit kann ein Geschoss höher gebaut werden.

    Passend also, dass in derselben Sitzung gleich der Bauantrag für das Mehrfamilienhaus auf dem Tisch lag. Entsprechende Baupläne und Ansichten lagen der Sitzungsladung vor, aber eine genaue Bemaßung fehlte, stellte Peter Hornung fest. Die sei auf dem Originalplan zu erkennen, auf der eingescannten Variante aber wegen der Auflösung nur mit viel Aufwand zu erkennen, gab Bürgermeister Faulhaber zu. Es würden aber alle Vorgaben des Bebauungsplanes eingehalten, versicherte er.

    Jochen König (CSU) wollte wissen, ob die Kosten für die Änderung des Bebauungsplanes nicht vom Investor getragen werden könnten. Eine entsprechende Anregung zum Gespräch mit dem Investor von ihm hatte es schon bei einer vorherigen Diskussion der Änderung des Bebauungsplanes gegeben. Faulhaber antwortete, dass dies nicht geschehen und auch nicht üblich sei. Die Gemeinde habe die Planungshoheit und man wolle nicht den Eindruck von Parteinahme erwecken.

    Hubert Marquardt (BfK) erinnerte an unfreundliche Worte des Investors, bei einer Besichtigung der Seniorenresidenz durch den Gemeinderat bezüglich der Grenzen des Bebauungsplanes. Dies wolle er noch einmal anmerken, damit die Bürger besser die Diskussion verstehen. Letztlich stimmte der Gemeinderat ebenfalls mit drei Gegenstimmen für den Bauantrag. Nach Prüfung der Unterlagen durch das Landratsamt wird dann wohl in Kürze mit der Bebauung begonnen werden.

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