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    Ochsenfurt

    Der letzte Ballonfluchtversuch aus der DDR

    Lebendige Zeitgeschichte bietet Jan Hübler aus Dresden am Sonntag, 13. Oktober, um 17 Uhr mit seinem autobiografischen Diavortrag im Casablanca Kino in Ochsenfurt. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

    1987: Ein junges Ehepaar hat den real existierenden Sozialismus satt und bereitet seine Flucht in den Westen vor. In einer engen Wohnung in Dresden werden 480 Bettlaken zu einem riesigen Heißluftballon vernäht.

    Packend schildert Jan Hübler den dramatischen Verlauf der Bauphase: Idee, Konstruktion und Realisierung unter schwierigsten Bedingungen, die Angst vor dem Entdecktwerden und den Startversuch in Thüringen, ironischerweise kurz vor dem Mauerfall. Gleichzeitig wird der Lebensweg des Referenten zum gesellschaftlichen Spiegelbild des Alltags in der ehemaligen DDR.

    Weitere skurrile Fluchtversuche dokumentieren den Drang nach Westen und lassen zusammen mit Zeitdokumenten und Aussagen von Zeitzeugen die schon fast wieder vergessene Stimmung in der DDR kurz vor der Wende hautnah erleben. Ein Leben zwischen Luftballon und Fluchtballon, ein Leben in Deutschland. Nach dem Vortrag steht Jan Hübler für Diskussionen zur Verfügung.

    Karten zu 11 Euro gibt es tagsüber in der Buchhandlung am Turm oder abends ab 18.30 Uhr im Casablanca sowie zu 13 Euro an der Abendkasse.

    Bearbeitet von Stefan Pompetzki

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