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    OCHSENFURT

    Die Feldarbeit muss noch ruhen

    Wie hier bei Rittershauen sind die Äcker unter einer Schneedecke verschwunden. Der jungen Saat kann die Rückkehr des Win... Foto: Gerhard Meißner

    „Im Märzen der Bauer die Rösser einspannt“, heißt es im Volkslied. Heuer hat der Märzen dem Bauern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Statt für die Saat bereit zu sein, liegen die Felder seit Sonntag unter eine dicken Schneedecke. Doch noch ist alles halb so schlimm, sagt der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands (BBV), Michael Stolzenberger.

    Die Zuckerrübensaat steht noch bevor. Und das Sommergetreide, das bereits gesät ist, hat sich noch nicht so weit entwickelt, um Schaden nehmen zu können, sagt Stolzenberger. Lediglich Obstbäume, die unter den milden Temperaturen der vergangenen Jahre bereits aus der Winterruhe erwacht sind, könnten gelitten haben. Von wirklichen Frostschäden geht der Bio-Landwirt aus dem Büttharder Ortsteil Oesfeld aber nicht aus.

    Schneedecke wirkt wie eine Isolation

    Der Schnee sei in diesem Fall eher Segen als Fluch, weil er isolierend wirkt, vor Wind schützt und so dafür sorgt, dass die Bodentemperaturen nicht weit unter den Gefrierpunkt sinken. Während der Kälteperiode vor zwei Wochen war die Situation eine andere. Nachttemperaturen von minus 14 Grad hat Stolzenberger damals gemessen. Der eisige Wind, der über die ungeschützten Äcker pfiff, sorgte dafür, dass die Temperatur an der Bodenoberfläche bis nahe minus 20 Grad sank.

    Die Natur gibt den Rhythmus vor

    Obwohl sie diese Kälte normalerweise aushalten sollten, hat Stolzenberger sicherheitshalber seine Erdbeerfelder abgedeckt. Das Wintergetreide, das bereits im vergangenen Herbst gesät wurde, habe den strengen Frost gut überstanden. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“ resümiert der Kreisobmann. Die Folge des neuerlichen Wintereinbruchs sei lediglich, dass die Feldarbeit noch ein paar Tage ruhen muss. Stolzenberger nimmt's gelassen: „Das ist die Natur, die uns vorgibt, wann wir arbeiten können.“

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