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    Veitshöchheim

    "Die Schöne und das Biest": Liebe bricht den bösen Zauber

    Die Schöne und das Biest kommen sich näher. Belle sagt: "Das Aussehen spielt keine Rolle. Niemand hat sich selber gemacht. Wichtig ist alleine das Herz." Foto: Dieter Gürz

    Das Veitshöchheimer Theater am Hofgarten bereitete am vierten Adventssonntag in den Mainfrankensälen mit Märchenspiels "Die Schöne und das Biest" von Ina Raßbach-Bernscheid den über 700 großen und kleinen Märchenfans der beiden Vorstellungen, eine zauberhafte vorweihnachtliche Bescherung. Es  war bereits das 25. Weihnachtsmärchen des Theatervereins, das zweite unter der Regie des Urologen Dr. Matthias Brunzel.

    Im ersten Akt lernen die Zuschauer die wunderschöne und kluge Belle (Carina Wohlfart) kennen, die mit ihrem Vater, einem sonderlichen Erfinder, der mit Schießpulver experimentiert, vortrefflich vom erst 14jährigen Jan Lyding gespielt, in einem Dorf in der Nähe des Schlosses wohnt. Foto: Dieter Gürz

    Seine Inszenierung war eine wunderschön anzusehende Show mit Musik wie im Disney-Film, Feuerwerk und Nebelschwaden, die der Regisseur mit dem 18-köpfigen Theater-Ensemble, darunter sieben Kinder und Jugendliche mit hohem technischen Aufwand in Szene setzte. In dem von sehr witzigen Einfällen geprägten Märchen waren allein schon die prächtigen Kostüme der Darsteller eine Augenweide. Wie die fünfjährige Lina aus Waldbrunn waren vor allem die kleinen Mädchen unter den Zuschauern hellauf begeistert von dem prächtigen Prinzessinnen-Kleid, das die Hofdamen Belle für das Hoffest verpassten.

    Über die Wandlung ihres Herrn freuen sich die Schlossbewohner, die sich nun eifrig um Belle bemühen und sie für das Fest einkleiden und herrichten. Foto: Dieter Gürz

    Als Bühnenbild nutzte Brunzel die zwölf Meter breite Leinwand mit elf farbenfrohen, von den Vereinsmitgliedern Petra und Jürgen Schwitkowski grafisch sehr aufwändig kreierten Bühnenbildern. Im ersten Akt ist dies eine Dorfkulisse mit wechselnden Tagesstimmungen und im zweiten Akt ein feudales Schloss mit Vorraum, Bibliothek und Ballsaal im Wechsel. An beiden Seiten der Bühne hatte Peter Kern zwei drehbaren Kulisse geschaffen, passend zum Dorf im ersten Akt und zum Schloss im zweiten Akt.

    Belles Vater erzählt den Dorfbewohnern, dass er wegen eines Käsediebstahls im Schloss dem Biest als Gefangener helfen muss. Foto: Dieter Gürz

    Die Erzählerin (Marina Bertignoll) führte in das Märchen ein, wie der überhebliche Prinz in ein grauenhaftes Biest verwandelt wird, bis er ein Mädchen findet, das ihn trotz seines Aussehens liebt.

    Im ersten Akt stehen die Dorfbewohner in der Nähe des Schlosses im Mittelpunkt, so die wunderschöne und kluge Belle (Carina Wohlfart) und ihr Vater, ein sonderlicher Erfinder, der mit Schießpulver experimentiert, vortrefflich vom erst 14-jährigen Jan Lyding gespielt.

    Zu den Dorfbewohnern gehören die drei neunmal klugen Wäscherinnen Mimi (Ella Graf), Helene (Felicia Angermeier) und Babette (Alea Bertignoll), die den Prahlhans René (Matthias Mader) anhimmeln, außerdem der Bäcker (Bastian Graf ), der Bürgermeister (Adrian Kneitz), Madame Valence (Conny Lyding), der Doktor (Michael Gartner) und der der Pfarrer (Volker Graf), die Belle versuchen zu trösten, als deren Vater beim Pulvereinkauf wegen eines Käsediebstahls in die Gefangenschaft des Biestes gerät.

    Nach einem Freigang tritt Belle für ihn die Strafe im Schloss an, wo sie die zu Statuen erstarrten Schlossbewohner antrifft, so den Kammerdiener Jerome (Matthias Brunzel) als Kerzenhalter, den Grafen (Alexander Götz) als Uhrenträger, die Gräfin (Charmaine Brunzel ) mit ihren beiden Hausdamen Nanette (Kerstin Angermeier) und Madame Clothilde (Claudia Graf).

    Doch was für ein Wunder: Durch Belles starker Liebe wird der böse Zauber gebrochen und der Prinz und die Schlossbewohner vom Fluch erlöst, macht der zurück verwandelte Prinz (Manuel Seemann) Belle (Carina Wohlfahrt) einen Heiratsantrag. Foto: Dieter Gürz

    Es sind turbulente Bilder, als die Dorfbewohner zur Musik aus Tschaikowskis Ballett "Nussknacker" das Schloss stürmen, um Belle zu befreien. Beim Tanz zu den Klängen von Henry Mancinis "Moon River" entflammt die Zuneigung von Belle zum Biest und zur traumhaften Musik von Chopin verwandelt sich das Biest zurück in den Prinzen.

    Keine Frage, dass diese glückliche Wendung im Finale mit Feuerwerk und zur Musik von Frank Sinatras Nummer-eins-Hit "Somethin' stupid" unter stürmischen Applaus der Zuschauer groß gefeiert wird.

    Der Eintritt war frei. Der Theaterverein freute sich aber über Spenden der Besucher. 500 Euro gingen dieses Mal an die Würzburger Kindertafel.

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