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    Würzburg

    Diese Würzburgerin spielt im Staatsorchester die erste Geige

    Die gebürtige Würzburgerin Dania Lemp gehört zum Ensemble des Bayerischen Staatsorchesters an der Bayerischen Staatsoper in München. Dort spielt sie erste Violine. Foto: Günther Möller

    Wer sein Leben der Musik widmet, möchte eines Tages die erste Geige spielen. Diesen Weg schlug die gebürtige Würzburgerin Dania Lemp frühzeitig ein. Nun erfüllte sich für sie ein beruflicher Traum: Seit diesem August ist sie festes Mitglied des Bayerischen Staatsorchesters an der Bayerischen Staatsoper in München, eines der ältesten und angesehensten Orchester weltweit.

    Jungstudium an der Würzburger Musikhochschule

    Im Alter von vier Jahren bekam Lemp eine Geige geschenkt. Dies weckte ihre Begeisterung für die Musik, so dass sie in ihrer Freizeit mit dem Instrument übte. Ihr Einsatz zahlte sich aus: Dank ihrer Begabung begann sie 1988 ein Jungstudium an der Hochschule für Musik in Würzburg bei Gert Hoelscher. Nach ihrem Abitur am Riemenschneider-Gymnasium 1993 studierte sie unter Ernö Sebestyén an der Hochschule für Musik und Theater in München.

    Neben Engagements als Konzertmeisterin und Solistin innerhalb Bayerns spielte die mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Musikerin als erste Konzertmeisterin im Symphonieorchester Norrköping in Schweden. Seit 2005 ist sie zudem für das Münchner Rundfunkorchester tätig und arbeitet seit 2006 vertretungsweise als Erste Konzertmeisterin mit den Hofer Symphonikern.

    Bayerisches Staatsorchester als große Herausforderung

    Des Weiteren wirkte sie 16 Jahre lang als Konzertmeisterin und Stimmführerin im Kammerorchester KlangVerwaltung in München unter der Leitung von Enoch zu Guttenberg mit. Seit diesem August spielt sie nun im Bayerischen Staatsorchester an der Bayerischen Staatsoper in München erste Violine. Noch bis zum Ende der Spielzeit 2019/20 steht das weltweit angesehene Orchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Kirill Petrenko.

    "Ich verspüre große Dankbarkeit gegenüber allen, die mich auf diesem Weg begleitet haben. Es ist nicht selbstverständlich, dass jemand in meinem Alter noch für solch eine Position ausgewählt wird", sagt die 45-Jährige. Vor einigen Monaten spielte sie für den begehrten Platz im Orchester vor und trat "gegen 18 Mitbewerber, die alle 20 Jahre jünger waren als ich" an.

    Lemps Wunsch: wieder ein Konzert in Würzburg spielen

    Lemp sagt, sie habe nun endgültig ihre Heimat gefunden. Schon zuvor war sie seit 2015 als Aushilfe im Bayerischen Staatsorchester tätig. Sie fühle sich sehr wohl in der Gruppe der ersten Violinen. Eine Tätigkeit im Ausland strebe sie nicht mehr an, "da wir mit dem Orchester ohnehin häufig auf Reisen sind". Allerdings hat sie noch einen Wunsch: "Wieder einmal ein Konzert in Würzburg zu spielen, würde mich freuen. Hier liegen schließlich meine Wurzeln."

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