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    Altertheim

    Digitalfunk bald auch in Altertheim

    Funkmast am Haken. Vorsichtig wird das Stück angehoben Foto: Matthias Ernst

    Digitaler Funk bei den Rettungskräften im Landkreis hat sich bewährt. Doch immer noch gibt es weiße Flecken ohne Empfang. Dies kann im Notfall dazu führen, dass die Feuerwehr ausrückt, ohne zu wissen, wo der Einsatzort genau ist. Die Leitstelle in Würzburg alarmiert die jeweilige Wache telefonisch, aber eine digitale Verständigung ist in Altertheim aber auch  in Stalldorf, Oesfeld und Reichenberg im Landkreis Würzburg nicht immer möglich. In so einem Fall können die Rettungskräfte zwar noch auf das alte, analoge Netz zurückgreifen. Doch das wird nicht mehr gepflegt, da es die meisten Wehren im Landkreis nicht mehr verwenden.  

    Im Sommer soll es los gehen

    Unter dem Funklock in Oberaltertheim leiden alle - auch die Privatanwender. Für Feuerwehr und Rettungsdienste kommt nun eine Verbesserung: Seit Anfang der Woche wird in Oberaltertheim ein  zehn Meter hoher Funkmast aufgebaut. Im Sommer soll dieser in Betrieb gehen.

    Bei einer Übung mehrerer Feuerwehren in Alterteim wurde das Problem im vergangenen Sommer deutlich: Wie berichtet herrschte Funkstille, denn der digitale Funk funktionierte nicht und auch analog ging fast nichts mehr. Trotz der Aufstellung von Einsatzfahrzeugen als Repeater war eine Verständigung der Einsatzkräfte am "Brandort" mit der Wasserentnahmestelle am Feuerwehrgerätehaus in Oberaltertheim nicht möglich. Die Feuerwehr Unteraltertheim wusste beispielsweise gar nicht, wo der Einsatzort war. Sie fuhren einfach mal so los, denn ihr Alarmfax spuckte nur die Meldung aus, dass ein Einsatz als Unterstützung der Oberaltertheimer Wehr notwendig ist. Aufgrund dieser Erfahrungen wurde zumindest der analog Funk zwischenzeitlich verbessert.

    Der Mast kommt mit Verspätung

    Eigentlich sollte Oberaltertheim bereits im vergangenen Jahr mit einem Mast ausgestattet werden, der einen Funkspiegel auf nimmt, aber das Staatliche Bauamt in Würzburg führte den Auftrag nicht aus. Landrat Eberhard Nuß und Landtagsabgeordneter Manfred Ländner (CSU) bemühten sich, den Bau voran zu bringen.

    Jetzt ist der Betonmast von einer Spezialfirma in sein Fundament gehoben und befestigt worden.  Stefan Klein vom Bayerischen Landeskriminalamt, das als autorisierte Stelle für den Aufbau des Digitalnetzes in ganz Bayern zuständig ist, erklärt, dass als nächstes die Antenne angebracht und auf dem Betonsockel der Technikcontainer mit der Stromversorgung installiert wird. Im Container befindet sich auch eine Notstromversorgung. Feuerwehrkommandant Holger Seubert ist froh, dass sich der beharrliche Einsatz gelohnt hat und bald auch die Gemeinde Altertheim im digitalen Zeitalter angekommen ist -  jedenfalls was die Feuerwehr angeht. Denn beim Mobilfunk besteht nach wie vor Nachholbedarf.

    Der neue Funkmast in Oberaltertheim soll den Digitalfunk bis ins Tal bringen und so Feuerwehr und Rettungskräfte an das bestehende Netz im Landkreis einbinden Foto: Matthias Ernst

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