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    WÜRZBURG

    Der Missbrauchsbeauftragte hört auf

    Klaus Laubenthal Foto: T. Müller

    Sieben Jahre lang war Professor Klaus Laubenthal der externe Missbrauchsbeauftragte der Diözese Würzburg. Nun hört der Ordinarius für Kriminologie und Strafrecht an der Juristischen Fakultät der Universität Würzburg sowie Richter am Oberlandesgericht Bamberg auf.

    Klaus Laubenthal hat laut Angaben des Bistums Bischof Friedhelm Hofmann und Generalvikar Thomas Keßler am Mittwoch schriftlich mitgeteilt, dass er auf eigenen Wunsch zum 18. März seine Tätigkeit als Ansprechpartner für Opfer sexuellen Missbrauchs beendet. Gründe für seine Entscheidung habe er nicht genannt.

    Neue Ansprechpartnerin: Dr. Claudia Gehring

    Bis zur Ernennung eines Nachfolgers ist die stellvertretende Missbrauchsbeauftragte, die Frauenärztin Dr. Claudia Gehring, die Ansprechpartnerin.„Ich verstehe mein Amt nicht als Ermittler des Bischofs, sondern mehr als Opferbeauftragter der Diözese“, sagte Klaus Laubenthal bei seiner Ernennung am 19. März 2010. Und: „Ich sehe es als meine Aufgabe an, Opfer zu motivieren, sich an mich zu wenden.“ Jüngsten Angaben zufolge hat er in den vergangenen sieben Jahren 100 Missbrauchsvorwürfe untersucht, darunter drei Falschbeschuldigungen.

    In dieser Zeit habe die Diözese den Opfern sexuellen Missbrauchs 82 000 Euro in Anerkennung des Leids zugesprochen, so Laubenthal. Er hatte 2010 die Aufgabe von Monsignore Heinz Geist übernommen, der von 2002 an neben seiner Aufgabe als Personalreferent auch Missbrauchsbeauftragter war.

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