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    Acholshausen

    Diskussion über Umfang der Sraßenerneuerung

    Die Sanierung der maroden Fremdwasserleitungen in Acholshausen und die damit verbundenen Arbeiten an den betroffenen Straßen werden einen größeren technischen und finanziellen Aufwand erfordern. Über die Notwendigkeit ist sich der Gemeinderat Gaukönigshofen einig. Grundsätzliche Beschlüsse waren bereits vor rund einem Jahr gefasst worden. In der jüngsten Sitzung stellte Bauhofleiter Roland Trunk die von einem Ingenieurbüro empfohlenen Maßnahmen und die zu erwartenden Kosten vor. Außerdem wurde im Rat  das konkrete Vorgehen in einigen Teilbereichen abgeklärt.

    Einer Erneuerung bedürfen die Kanäle von den Brunnen "Hecke" und "Kirchweg" durch die Hugo-Wilz-Straße, die Straße "Zum Mühlengrund" zum Thierbach. Einige Rohre sind zugesetzt, so dass es zum Austritt von Wasser an die Oberfläche kommt. Überflutungen bei Starkregen hat es in den vergangenen Jahren öfters gegeben. Zudem gelangt Fremdwasser in die  Kanalisation und in die Kläranlage in Winterhausen, was der Abwasserverband Ochsenfurt (AVO)  in Rechnung stellt.

    Die Kosten für die reinen Kanalmaßnahmen haben sich gegenüber einer ersten Schätzung von 320 000 Euro nach einer aktuellen Ermittlung auf 384 000 Euro erhöht.  Würde man die Straßenzüge so wiederherstellen und ausbauen, wie es das Ingenieurbüro vorschlägt, wäre mit Gesamtkosten von über 800 000 Euro zu rechnen. So wurde wegen des Umfangs der Arbeiten an den Straßen diskutiert, während über die Notwendigkeit im Bereich Kanalisation Einigkeit herrschte.

    So sollen bis zur Hugo-Wilz-Straße 110 Meter Leitungen in offener Bauweise erneuert werden, was rund 120 000 Euro erfordere. Im weiteren Abschnitt durch den Mühlengrund bis zum Thierbach sollen auf einer Länge von 210 Metern größer dimensionierte Rohre DN 400 verwendet werden, wofür rund 264 000 Euro anfallen würden. Bei beiden Teilabschnitten wäre eine Wiederherstellung der Oberflächen enthalten, aber keine größeren Maßnahmen an den Straßen. Hierfür hatte das Ingenieurbüro zusätzliche Vorschläge gemacht.

    Einen Vollausbau des Kaltenhöfer Wegs für rund 120 000 Euro hielt der Rat für überzogen. Wie Verwaltungsleiter Winfried Betz ausführte, sei mit den Anliegern gesprochen worden. Es würde reichen, eine neue Tragschicht von neun Zentimetern aufzubringen. Dies wäre kostengünstig und würde bei einer so wenig belasteten Straße rund 20 bis 30 Jahre halten.  Zur Sanierung steht eine Wasserleitung an, die unter dem Radweg und dem Bach zur Versorgung des Kaltenhöfer Wegs hindurchführt. Hier hat  es schon Rohrbrüche gegeben. Die Sanierung, zu der eine Spülbohrung notwenig wäre, ist mit 25 000 Euro angesetzt.

    Auseinander gingen die Ansichten zur Straße "Zum Mühlengrund".  Das Ingenieurbüro schlug einen Vollausbau einschließlich der Wasserleitungen für rund 156 000 Euro vor. Mit noch einmal rund 20 000 Euro wäre zu rechnen, wenn auch Streckenschieber, Unterflurhydranten, Hausanschluss-Schieber und Hausanschlussleitungen erneuert würden. Noch nicht in der Berechnung enthalten waren Erneuerungen der Kabel für Strom und Telekommunikation.

    Bürgermeister Bernhard Rhein hielt eine Wiederherstellung der Oberfläche in den bisherigen Zustand für ausreichend. Das Geld würde er lieber für Verbesserungen im Burgweg und der Obergasse  verwenden.  Anders sahen das nicht nur die Acholshäuser Ratsmitglieder Uwe Binder und Sabrina Körner. Auch Johannes Hemm plädierte für einen Ausbau, wenn es die Haushaltslage erlaube. Norbert Roth erinnerte daran, dass die Straße schon mehrmals aufgegraben worden sei. Seiner Meinung nach sollte man wenigstens den Straßenkörper erneuern, wenngleich man über Randbereiche noch reden könne. Für die reduzierte Ausbaumaßnahme soll das Ingenieurbüro die Kosten ermitteln, war sich der Gemeinderat einig.

    Bürgermeister Rhein möchte noch Angebote für den Burgweg und die Obergasse einholen. Besprochen wurde auch ein Problembereich im Kirchweg, wo die Oberfläche immer wieder ausgeschwemmt wird.  Die Behebung dieses Mangels würde mit rund 12 000 Euro zu Buche schlagen. Uwe Binder möchte alle kritischen Bereiche in Acholshausen einer Betrachtung unterziehen und wünschte eine Anliegerversammlung.

    Bürgermeister Rhein berichtete, dass das Staatliche Bauamt beabsichtige, im Jahr 2020 die Brücke im Zuge der Kreisstraße ("Flugplatzstraße") am nördlichen Ortsrand zu erneuern. Die Gemeinde werde darauf drängen, dass dann auch die Regenrückhaltevorrichtungen verbessert werden.

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