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    EISENHEIM

    Doch Hoffnung auf neues Baugebiet

    Bürgermeister Andreas Hoßmann überprüft die Lage der Kanäle in Eisenheim anhand von Bebauungsplänen. Foto: Rainer Weis

    Jungbürger suchen schon länger in Unter- und Obereisenheim nach Grundstücken, um einen Neubau zu verwirklichen. Lagen vor Jahren die Wünsche der Bürger und die Vorstellungen der Gemeinde noch sehr weit auseinander, so kam in den letzten Monaten etwas Bewegung in die Sache.

    Bürgermeister Andreas Hoßmann und einige Gemeinderäte verwiesen zuletzt immer wieder auf die vorhandenen Leerstände in den Innerorten. Das taten sie auch am 4. April bei einer Bürgerversammlung, als einige Bauwillige aufstanden, um nach dem Stand der Dinge zu fragen.

    Zur letzten Gemeinderatssitzung waren dann zwölf junge bauwillige Bürger gekommen, um zu hören, was die Gemeinde unternimmt. Bürgermeister Hoßmann und Gemeinderat Stephan Hartmann machten schnell klar, wo sie stehen: „Wir müssen unsere Altorte stärken, sodass sie auch in Zukunft lebendig sind“.

    Danach wurden die Bebauungspläne und Abwasserkanäle in allen Facetten diskutiert. Egal, was als Argument für ein Baugebiet auf den Tisch kam, stets gab es Bedenken. War es einmal der teure Grundstückspreis, so wurde ein anderes Mal die Abwassersituation genannt: Denn die Kanäle seien zu klein und die Anwohner klagen heute schon, dass sie Wasser im Keller haben, also könne man unmöglich hier noch weiteres Wasser einleiten. Am Ende hatte man den Eindruck, dass es nicht um neue Bauplätze ging, sondern nur um Kanäle.

    Ein Beitrag von Gemeinderat Bernd Meyer brachte die Sache dann weiter. Er stellte fest, dass einige Anwohner in Obereisenheim bei starken Regenereignissen Wasser im Keller hätten, obwohl ihre Häuser am Hang liegen: „Also lasst uns doch ein Übel mit dem nächsten verbinden und lasst uns doch ein gescheites Abwassersystem so verlegen, dass beide – die Siedlung am Berg und die mögliche neue Siedlung – etwas davon haben.“

    Darauf wurde Bürgermeister Andreas Hoßmann vom Gemeinderat beauftragt, ein Architektenbüro einzuschalten, das die hydraulischen Bedingungen überprüft und Vorschläge für die gute Entwässerung eines geplanten Baugebiet plus bestehender Bebauung erstellt.

    In den Gesichtern der Bauwilligen war nach dem Beschluss eine gewisse Hoffnung auf ein neues Baugebiet zu erkennen.

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