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    Uengershausen

    Doppeldecker und andere Flugmodelle beeindruckten am Himmel

    Eine beeindruckende Flugshow präsentierten die Modellpiloten des Flugsport-Clubs Würzburg e.V. am Sonntag bei ihrem Tag der offenen Tür auf dem vereinseigenen Modellflugplatz in Uengershausen. Foto: Mechtild Buck

    Eine beeindruckende Flugshow haben die Modellpiloten des Flugsport-Clubs Würzburg e.V. am Sonntag bei ihrem Tag der offenen Tür auf dem vereinseigenen Modellflugplatz in Uengershausen. Rund 200 Besucher konnten die originalgetreuen Flugmodelle, Kunstflugzeuge, Hubschrauber und Seglerschlepp-Vorführungen verfolgen. 

    Besonders beeindruckte Michael Reischke mit der Vorführung seines dieselgetriebenen Viperjets. Der 14 kg schwere Flieger hat eine Spannweite von 2,40 Metern und der Motor einen Schub von 18 Kilogramm Schub. Mit einer Tankfüllung ist ein Flug von acht Minuten möglich. Andi Rauer präsentierte mit seiner Decathlon einen atemberaubenden Kunstflug. Das 22 Kilogramm schwere Hochdecker-Flugmodell hat eine Spannweite von 3,50 Metern und 17,5 PS Leistung.

    Eine ungewöhnliche Vorführung zeigten Alfred Seifert und Timo Breu. Seiferts viermotoriger Hexacopter verfügt über eine Schleppkupplung, mit der er den Segelflieger von Timo Breu fast senkrecht in die Luft brachte. Anschließend segelte das Segelflugzeug gemächlich wieder zu Boden.

    Klaus Munker  zog die Zuschauer mit seinem originalgetreuen Modell einer  Udet U 12 "Flamingo" in den Bann. Das Modell, das zum Original im Maßstab eins zu drei nachgebaut wurde, hat eine Spannweite von 3,33 Metern und wiegt 20 Kilogramm. Die Original Udet Flamingo ist ein deutsches Sport- und Schulflugzeug aus den 1920er Jahren und flog seinerzeit auch bei der Würzburger Fliegerschule im heutigen Stadtteil Hubland. Der erfolgreiche Erstflug von Ernst Udet fand 1925 statt.

    Eine besondere Attraktion für die kleinen Besucher bot Christian Hebert beim Bonbonabwurf mit seiner Vicomte. Das Modell mit einer Spannweite von 2,50 Metern ist die Nachbildung des ersten Postflugzeugs, das um 1912 zwischen Frankreich und Großbritannien Post transportiert und abgeworfen hat.

    Groß geschrieben wird die Jugendarbeit im Verein. Jugendbetreuer Christian Hebert erläuterte: "Wir versuchen die Jugendlichen mit kleinen Ausflügen, einem jährlichen Jugendlager und Besuchen bei befreundeten Vereinen, bei denen sie sich mit anderen Jugendlichen austauschen können, zu interessieren."

    Der Jugendliche Nils Schmitt zeigte stolz sein selbst gebautes Flugzeug aus Pappkarton mit Elektromotor, mit dem er auch Kunstflug fliegen kann. Schmitt hatte das ungewöhnliche Modell in acht Stunden Arbeit nach einem Bauplan für ein Holzflugzeug aus dem Internet gebastelt.

    Die Sparte Modellflug des Flugsport-Clubs Würzburg e.V. hat zurzeit ungefähr 100 Mitglieder im Alter zwischen acht und 88 Jahren, davon sind acht Jugendliche. Das Angebot an den Pilotennachwuchs geht vom Lehrer-Schüler Fliegen über technischen Support und Modellberatung bis hin zu individuellen Bastelstunden und Informationen zu den technischen Grundlagen des Fliegens. 

    Bearbeitet von Mechtild Buck

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