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    Estenfeld

    Drei Fragen an Rosi Schraud

    Rosi Schraud
    Rosi Schraud Foto: Judith Menth

    Bei der Kommunalwahl im März stand in 47 der 52 Gemeinden des Landkreises Würzburg auch die Entscheidung über die Bürgermeisterposten an. In einer Serie interviewt diese Redaktion neugewählte, wiedergewählte oder demnächst ehemalige Bürgermeister. Heute: Rosi Schraud. Sie wurde wieder zur Bürgermeisterin von Estenfeld gewählt.

    Frage: Wenn Sie auf die vergangenen sechs Jahre zurückblicken: Was ist Ihnen gelungen und was nicht?

    Rosi Schraud: Als gelungen sehe ich den Neubau des Feuerwehrgerätehauses an. Ich sehe es auch sehr positiv, dass wir mit dem Baugebiet "Am Westring" Wohnraum für junge Familien geschaffen haben. Mit der Städtebauförderung haben wir die Grundlage für eine positive Entwicklung des Altortes über die nächsten Jahrzehnte geschaffen, und auch im Gemeinderat und zwischen den Fraktionen haben wir eine sachorientierte und konstruktive Zusammenarbeit hinbekommen. Ein Höhepunkt war sicherlich die Feier "1175 Jahre urkundliche Erwähnung", die ein "Wir-Gefühl" im gesamten Ort geschaffen hat. Nicht so geklappt hat unser Projekt der Kinderbetreuung, auch wegen der langwierigen Standortsuche für den Kindergarten. Auch das Nutzungskonzept für die Kartause hätte durchaus etwas schneller gehen können, da arbeiten wir gerade die Machbarkeitsstudie durch.

    Reicht Ihnen in der Gemeindepolitik ein "Weiter so" oder was muss sich ändern?

    Schraud: Ein "Weiter so" kann es bei uns gar nicht geben. Der Rat vergrößert sich von 16 auf 20 Räte, zehn Ratsmitglieder und zwei Fraktionen kommen hinzu. Damit wird der Rat bunter und vielfältiger, und es wird hoffentlich ganz viele neue Ideen geben, wohl auch zum Thema Kinderbetreuung.

    Was ist die größte Herausforderung für die nächsten sechs Jahre?

    Schraud:  Die allergrößte Herausforderung sind gleich zwei Projekte: die Kinderbetreuung mit Neubau des Kindergartens und der Neubau der Grundschule. Das sind finanziell sehr große Maßnahmen, die haben absolute Priorität. Weiter haben wir die städtebauliche Entwicklung im Ortskern, und es stehen wohl in den nächsten zehn, zwölf Jahren viele Kanalbaumaßnahmen an. Den Anfang machen wir mit der Konrad-Adenauer-Straße. Die Nutzung der Kartause, der Bürgerpark, die Radwege – die Arbeit wird uns nicht ausgehen.

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