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    Randersacker

    Edeka beginnt jetzt mit der Suche nach dem Nachmieter

    Die Bauarbeiten für den Edekamarkt in Randersacker laufen. Rechts kommt der Parkplatz hin, links der Markt. Er steht auf...

    Seit der Grundsteinlegung am 18. Juni  wird mit Hochdruck am neuen Edeka-Markt in Randersacker gebaut. Dieser wird in der Straße "Am Sonnenstuhl" hinter dem Verkehrskreisel am Ortsausgang von Randersacker Richtung Lindelbach, auf dem Grundstück zwischen Bundesstraße 13 und Kreisstraße, errichtet. Marktleiter Dieter Körner und der Investor, die Schoofs Immobilien GmbH Frankfurt, visieren die Eröffnung des neuen Lebensmittelmarktes mit Bäckereiangebot und kleinem Café für Dezember 2018 an.

    Im April hatte das Landratsamt Würzburg die rechtskräftige Baugenehmigung erteilt. Gleichzeitig kündigte ein Nachbar an, gegen den Bau zu klagen. Er befürchtete,nach der Tieferlegung des Nachbargrundstücks könnte künftig Hochwasser den Damm zu seinem Grundstück hin unterspülen. Das würde das Wohnhaus bedrohen, dessen Fundamente nur 80 Zentimezer tief sind.

    Noch keine konkreten Pläne für die Nachnutzung

    Die möglichen Auswirkungen der Abgrabungen für die über einer Wanne (Retentionsfläche) auf Stelzen stehende Edeka waren im Rahmen des für den Neubau im Hochwassergebiet notwendigen wasserrechtlichen Verfahrens von den Behören mehrfach überprüft und berechnet worden. Die Befürchtungen der Betroffenen konnten das nicht zerstreuen. Sie seien nicht grundsätzlich gegen den Neubau an dieser Stelle, teilten sie mit, hielten allerdings vorgelagerte Retentionsflächen für sogenannte hundertjährige Hochwasser für unabdingbar.

    Die erwartete Klage ist der Grund, warum es derzeit noch keinen konkreten Plan für die Nachnutzung des ehemaligen Edeka-Gebäudes in der Theilheimer Straße gibt. Das teilt Michael Hoffmann, Geschäftsbereichsleiter Immobilien bei Edeka Nord-Bayern-Thüringen-Sachsen, auf Nachfrage mit. "Da bis vor Kurzem nicht sicher war, ob und wann die Baumaßnahmen für den neuen Markt tatsächlich beginnen können, haben wir das Thema ‚Nachnutzung alter Markt‘ bisher nicht aktiv angegangen", schreibt er. Da die Klage ausblieb, die Baustelle mittlerweile "erfreulicherweise auf Hochtouren laufe", werden man sich in den kommenden Wochen und Monaten aber intensiv darum kümmern und "versuchen, zusammen mit der Gemeinde, unserem Vermieter und potenziellen Interessenten eine gute und einvernehmliche Lösung zu finden."

    Bisheriger Standort entspricht nicht den Anforderungen eines modernen Marktes

    Das bestätigt Bürgermeister Michael Sedelmayer, der bei der Grundsteinlegung die Gelegenheit nutzte und Hoffman direkt darauf ansprach. Der habe ihm an diesem Tag mitgeteilt, dass man seitens der Edeka bisher noch keine Entscheidung getroffen habe, in welche Richtung die Nachnutzung gehen solle, aber in Kontakt bleiben wolle. Er wisse nicht, so Sedelmayer, wie lange der Mietvertrag zwischen dem Vermieter, einer Berliner Immobilienfondgesellschaft und Edeka in der Theilheimer Straße noch laufe. Eine Frage, die Hoffman auch auf Nachfrage dieser Zeitung offen ließ.

    Die Entscheidung für den Neubau am Ortsrand traf die Edeka schon vor Jahren, weil sich am bisherigen Standort Gebäudezuschnitt und die zur Verfügung stehende Grundstücksfläche für einen modernen Markt nicht eigneten und die Vermieter an entsprechenden Investitionen keinerlei Interesse zeigten. Insgesamt zogen sich die Planungen beinahe zehn Jahre hin.

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