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    FRICKENHAUSEN

    Ehrgeiziges Bauvorhaben für die Feuerwehr

    Ein großer Spaten für große Pläne – beim Spatenstich zum neuen Frickenhäuser Feuerwehrhaus (von links): Ehren-Kreisbrand... Foto: Gerhard Meißner

    Als in Frickenhausen zum ersten Mal über ein neues Feuerwehrhaus nachgedacht wurde, waren viele der heute aktiven Feuerwehrleute noch gar nicht geboren. Umso größer die Freude beim symbolischen ersten Spatenstich, dass der Wunsch nach einem neuen Domizil nun endlich in Erfüllung gehen soll.

    Vor fast 30 Jahren waren erste Überlegungen angestellt worden. Die Finanzierung, vor allem aber die ungeklärte Standortfrage, standen dem Projekt viele Jahre lang im Weg. Sollte man das alte Gebäude in der Weingartenstraße modernisieren und erweitern? Oder ein Scheune am östlichen Ortsrand erweitern, die die Feuerwehr seit langem als Lager nutzt?

    Schwierige Standortentscheidung

    Dass sich der Gemeinderat schließlich für einen Standort an der Ochsenfurter Straße unweit der Abzweigung nach Zeubelried entschied, hängt mit der Unterstützung durch die Anlieger zusammen und mit den verschiedenen Interessen, die sich mit der Standortwahl verbinden.

    Die Gemeinde besaß dort bereits ein Grundstück, das aber nicht groß genug war, so Bürgermeister Reiner Laudenbach. In einer Verkettung von Flächenerwerb und Tausch gelang es der Gemeinde nicht nur, sich einen ausreichend großes Baufeld zu sichern. Auch der Betreiber des benachbarten Campingplatzes erhielt auf diese Weise auf dem ehemaligen Sportplatz eine Erweiterungsflächen und stellte im Gegenzug die Fläche für den im vergangenen Jahr vollendeten Radweg von Frickenhausen nach Ochsenfurt zur Verfügung. Eineinhalb Jahre hätten die komplizierten Grundstücksverhandlungen gedauert, sagt Bürgermeister Laudenbach und bedankt sich bei den Beteiligten für die fruchtbare Zusammenarbeit.

    Weitere Aufgaben kommen hinzu

    Den heutigen Aufgaben der Feuerwehr sei das in 1958 gebaute Feuerwehrhaus schon lange nicht mehr gewachsen, betonte Kommandant Matthias Ganz. Für ihn und seine Kameraden kommen in den kommenden Monaten einige weitere Aufgaben hinzu. Die Feuerwehr hat sich nämlich verpflichtet, gemeinsam mit dem Bauhof der Gemeinde einen erheblichen Teil des Neubaus in Eigenleistung zu erstellen.

    Vier Tore soll das neue Feuerwehrhaus haben. Hinzu kommen ein Sozialbereich und ein Schulungsraum. Außerdem ist eine kompakte Schlauchwaschanlage geplant, die auch den benachbarten Feuerwehren zur Verfügung stehen soll. Errichtet wird das Gerätehaus in Holzbauweise.

    500 000 Euro einsparen

    Üblicherweise gehe man für ein Feuerwehrhaus dieser Größe von Baukosten in der Größenordnung von 1,2 Millionen Euro aus, sagt Bürgermeister Reiner Laudenbach. Dank der Eigenleistung, der günstigen Bauweise und der sinnvoll konzipierten Planung wolle man es in Frickenhausen mit 700 000 Euro schaffen, abzüglich eines staatlichen Zuschusses von 258 000 Euro. Dass dies ein ehrgeiziges Ziel ist, ist dem Bürgermeister bewusst. „Das neue Feuerwehrhaus wird für uns eine ganz große Herausforderung“, so Laudenbach.

    Kreisbrandrat Michael Reitzenstein verglich die lange Planungsphase mit einem Marathon, der zu einem Hindernislauf geworden ist. Seine weitere Unterstützung stellte dem Markt Frickenhausen Landtagsabgeordneter Volkmar Halbleib in Aussicht. Nach dem Bau der Radwegverbindung und dem neuen Feuerwehrhaus stehe mit dem Hochwasserschutz ein weiteres Problem auf der Tagesordnung, zu dem die Gemeinde seit Jahrzehnten nach einer finanzierbaren Lösung sucht.

    Spaten für große Pläne

    Den großen Plänen, die die Gemeinde noch vor sich hat, wird auch der Spaten gerecht, den Mitarbeiter des Bauhofs angefertigt haben. Beim Spatenstich fürs neue Feuerwehrhaus hat das fast drei Meter lange Werkzeug seine Bewährungsprobe bestanden.

    „Das neue Feuerwehrhaus wird für uns eine ganz große Herausforderung.“
    Reiner Laudenbach, Bürgermeister von Frickenhausen

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