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    Reichenberg

    Ehrungen beim ökumenischen Neujahrsempfang

    Ehrungen für viele Jahre ehrenamtliche Arbeit sprachen in Reichenberg Bürgermeister Stefan Hemmerich (rechts hinten), Pfarrer Matthias Penßel (links) und Vertrauensmann Christoph von Seydlitz-Wolffskeel (links hinten) aus. Foto: Matthias Ernst

    Die Tradition des ökumenischen Neujahrsempfangs in Reichenberg wurde in diesem Jahr von der evangelischen Gemeinde weitergeführt. Immer im Wechsel mit den katholischen Mitchristen wird der Neujahrsempfang ausgerichtet und setzt damit ein Zeichen der Ökumene.

    Pfarrer Matthias Penßel sah viele Herausforderungen für das Jahr 2020 in Reichenberg. Doch mit der Jahreslosung der evangelischen Kirche: "Ich glaube, hilf meinem Unglauben" aus dem Markus Evangelium habe man ein Instrument für den Alltag bereit.  Ähnlich ökumenisch gab sich sein katholischer Kollege Jerzy-Andrzej Jelonek, der mit Gemeindeassistentin Laura Heinrich ein Grußwort hielt. "Uns verbindet miteinander die Liebe" und das soll auch in Zukunft so bleiben, fand der katholische Geistliche.

    Als herausragende Gemeinsamkeit nannte Jelonek die Sternsingeraktion, die in Reichenberg nie als eine rein katholische Angelegenheit gesehen wurde und wird. In diesem Jahr wurden in der Pfarreiengemeinschaft Kreuz Christi insgesamt fast 23 000 Euro für Kinder in Not gesammelt, davon allein in der Gemeinde Reichenberg 8424 Euro. 

    Gemeinsames Engagement in der Gemeinde

    Das gemeinsame Engagement in der Gemeinde unterstrich auch Bürgermeister Stefan Hemmerich bei seinem Grußwort. 2019 sei ein spannendes und gutes Jahr gewesen, fand der Bürgermeister, "und trotzdem machen wir uns Sorgen". Er warnte vor Menschen, die "unsere Ängste ausnutzen". Man solle nicht auf die Schreihälse und ihre Parolen hören, mahnte der Bürgermeister vor Extremisten jeglicher Art. Am meisten habe ihn 2019 das Feuerwehrfest in Albertshausen begeistert, bei dem man merkte, dass die Großgemeinde langsam zusammenwächst. "Das sind für mich die kleinen Belohnungen im Amt des Bürgermeisters".

    Lob und Dank an verdiente Mitbürger

    Belohnt wurden auch verdiente Bürger der Gemeinde, die sich teilweise schon seit Jahrzehnten für die Allgemeinheit einbringen. So wie Marieanne Stellwag. Die Fuchstädterin ist seit 30 Jahren Messnerin, zuerst zusammen mit ihrem Mann, nach dessen Tod allein. Außerdem ist sie Ansprechpartnerin für alle Art von Hilfe in Fuchsstadt. "Ein Anruf genügt und sie kümmert sich", lobte Hemmerich die zu Ehrende.

    "Die Kirche ist ihre zweite Heimat", sagte der Bürgermeister über Charlotte Wilhelm. Sie ist in Lindflur seit 2001 Messnerin und seit 24 Jahren im Pfarrgemeinderat. Die Albertshäuserin Friedlinde Helfritsch ist seit 1999 Hausmeisterin und Messnerin und im Seniorenkreis aktiv. Ebenfalls geehrt wurden die Organistinnen Ina Auer und Anke Reinhard, die den Kirchenchor neu belebt haben.

    Mit Eva Liebig wurde die Sprecherin der Agenda 21 geehrt, ebenso wie Sigrid Kranz, die Mitinitiatorin Dorfladens in Uengershausen ist. Aus Uengershausen wurde auch Renate Leicht ausgezeichnet, die dort seit vielen Jahren die Kasse der Mehrzweckhalle führt und im Dorfladen aktiv ist. Außerdem wurde Sven Schröder geehrt, der beim Handwerksnachwuchswettbewerb als Schreiner bayerischer Meister wurde und deutscher Vizemeister.

    Der Posaunenchor Reichenberg unterhielt die zahlreichen Gäste beim ökumenischen Neujahrsempfang Foto: Matthias Ernst
    Vertrauensmann Christoph von Seydlitz-Wolffskeel sprach Grußworte im Namen der evangelischen Kirchengemeinde beim Neujahrsempfang. Foto: Matthias Ernst

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