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    Prosselsheim

    Ein Ordner voller Wunschprojekte

    Das Planungsbüro arc-grün und die Mitglieder der drei Ausschüsse übergeben die Unterlagen der Dorferneuerung an die Geme...

    Immer noch groß ist das Interesse der Bürger an der bevorstehenden Dorferneuerung. Deshalb fand die vergangene Gemeinderatssitzung im historischen Rathaussaal statt, in dem die Gemeinde die Unterlagen für die Dorferneuerung für das Amt für ländliche Entwicklung bereithielt und um Aufnahme und Förderung durch den Freistaat bat.

    In diesem Ordner befanden sich die Wunschprojekte, die zusammen mit der Gemeinde, dem Planungsbüros arc-grün und den Mitgliedern der drei Ausschüsse zusammen getragen wurden. Der Ordner wurde an den Leiter des Amtes für ländliche Entwicklung (ALE) Jürgen Eisentraut übergeben.

    Eisentraut erläuterte die begonnenen und noch zu erledigenden Projekte des Verfahrens.
    So sei der denkmalpflegerische Erhebungsbogen abgeschlossen, ebenso der Vitalitätscheck. Außerdem liege der Entwurf des Dorferneuerungsplans dem ALE vor.

    Eine weitere Voraussetzung für die Anordnung war ein Budgetierungstermin im Amt für ländliche Entwicklung und der Gemeinde Prosselsheim, der am 23. Juli stattfand. Außerdem seien inzwischen alle Träger öffentlicher Belange angehört worden und die Projetbeschreibungen in drei Blöcken von jeweils einem engagierten Team erstellt worden. Zudem wurde ein Karten-Entwurf mit einem Flurbereinigungsbeschluss erstellt.

    Weitere Voraussetzung für die Anordnung ist eine Aufklärungsversammlung. Sie findet voraussichtlich im Herbst statt. Außerdem muss die Dorferneuerung in den umliegenden Orten bekannt gemacht werden. Danach folgt die Wahl der Dorfererneuerungs-Mitglieder in der anschließenden konstituierenden Sitzung.

    Bürgern und Gemeinderäten wurden erstmals die Summen der Dorferneuerung von Jürgen Eisentraut genannt. Die Kosten der 38 öffentliche Maßnahmen betragen voraussichtlich 8,7 Millionen Euro. Darin ist die Hauptstraße mit 650 000 Euro bei einer Förderung von 350.000 Euro enthalten. Die Achse Rathaus-Kirche einschließlich Brunnen kostet 325 000 Euro bei einer Förderung von 150 000 Euro.

    Die Schaffung dorfgerechter öffentlicher Einrichtungen, wie das Dorfgemeinschaftshaus mit sozialen öffentlichen Einrichtungen, schlägt mit 800 000 Euro zu Buche bei einer Förderung von 200 000 Euro. Das Naherholungsgebiet Schlosswiese, der Löschweiher sowie die Verbesserung der ökologischen Funktion des Mühlbachs ist mit 400000 Euro veranschlagt. Förderung dort: 200 000 Euro.

    Damit belaufen sich die förderfähigen Kosten auf 2,7 Millionen Euro, die mit 1,5 Millionen Euro oder rund 55 Prozent unterstützt werden.

    Eisentraut stellte klar, dass die meisten großen Maßnahmen von der geplanten Umgehungsstraße 2260 direkt oder indirekt abhängen und er wünschte sich, dass dieser Straßenneubau endlich in die Gänge komme, damit man "mit der Dorferneuerung einfach mal anfangen kann".

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