• aktualisiert:

    Tauberrettersheim

    Ein Ruhrpottler im Taubertal

    Feiert in Tauberrettersheim sein 30. Priesterjubiläum, Pfarrvikar Wolfgang Zopora. Foto: Markhard Brunecker

    30-jähriges Priesterjubiläum feiert an diesem Montag Pfarrer Wolfgang Zopora. Der gebürtige Essener fand erst spät, mit 39 Jahren, zum Priesteramt. Im hessischen Marburg wurde er am 8. April 1989 zum Priester geweiht. Der heute 68-Jährige absolvierte zunächst eine Kunstglaserlehre, war Küster, Religionslehrer und Erzieher im Allgäu.

    Danach trat er in den Deutschen Orden ein und wirkte als Ordenspriester in der Pfarrseelsorge im Raum Marburg. In die Diözese Würzburg kam Zopora 1997 zunächst als Seelsorger in Großlangheim bzw. Rödelsee. 1998 wurde er hauptamtlicher Pfarrverweser von Mömlingen. Fünf Jahre später ernannte ihn Bischof Paul-Werner Scheele zusätzlich zum Pfarradministrator von Eisenbach. Am 1. Dezember 2004 wurde er zum Priester der Diözese Würzburg und zum Pfarrer von Mömlingen und Eisenbach ernannt.

    Am 1. November 2007 übernahm er das Amt des Pfarrers von Rimpar und Kuratus von Maidbronn. Seit 2010 ist Zopora zudem Geistlicher Beirat des DJK Diözesanverbands Würzburg. Aus gesundheitlichen Gründen wurde er im Juli 2012 von Rimpar und Maidbronn entpflichtet, erlitt er doch im Januar 2010 einen schweren Herzinfarkt. Anschließend wirkte er als Mitarbeitender Priester in der Pfarreiengemeinschaft Röthlein, bis er im März 2013 Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft "TauberGau" wurde.

    Im Taubertal ist er gut angekommen und fühlt sich wohl. Seinen Ruhrpott-Humor hat er dabei nicht verloren. Begegnet man Zopora auf der Straße, beim Einkaufen oder offiziellen Anlässen, man würde ihn vermutlich zunächst nicht als Priester einordnen. Ins Frankenland kam er auf Rat eines Mitbruders und er hat diesen Entschluss nicht bereut.

    Der Franke ist nach seiner Worten nicht so verschlossen, wie er sich selbst gerne gibt, sondern offen. "Man kann hier sehr glücklich werden" erklärt er strahlend. Der zweite Mann hinter Pfarrer Gerhard Hanft sieht den Priesterberuf als Chance, den ganzen Menschen im Blick zu haben. Schwerpunkte der Arbeit sind vor allem die Feiern der Hl. Messe besonders an Sonn - und Feiertagen.

    Gerne nutzt Pfarrer Zopora die sozialen Medien, um Sonntag für Sonntag seine Impulse zum Evangelium weiter zugeben. Neben unterschiedlichen Aufgaben als Seelsorger ist dem westfälischen Mann die Auseinandersetzung mit den Werten der Gesellschaft wichtig. So äußert er sich immer wieder, wenn es um das Lebensrecht Ungeborener geht.

    Auch das Thema Ungerechtigkeit treibt den Seelsorger an. Nicht selten meldet er sich mit Leserbriefen zu unterschiedlichen Themen zu Wort. Die Nähe zu den Menschen spürt man massiv bei seinen Predigten. Er lebt vor allem mit den Menschen. Dazu gehört auch, dass er beim Tauberrettersheimer Faschingsumzug mitmacht oder bei Veranstaltungen wie dem Weinfest mitarbeitet. Sein Jubiläum verbringt er bei seinem Primizprediger im Allgäu.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!