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    Uffenheim

    Ein Stück Zukunft pflanzen

    Verschiedene Apfelsorten durften beim Thementag verkostet werden. Foto: AELF

    Streuobstwiesen stellen für über 5000 Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum dar. Dennoch verschwinden jährlich allein in Bayern über 100 000 Streuobstbäume. Aus diesem Grund wurde von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber eine bayernweite Pflanzaktion von Streuobstbäumen initiiert. Beim Uffenheimer Grünen Pfad wurden nun zwei Maulbeerbäume gepflanzt. Paten sind Bürgermeister Wolfgang Lampe sowie der Obst- und Gartenbauverein mit Vorsitzenden Herbert Geißendörfer.

    Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Uffenheim veranstaltete den Thementag Streuobst "Ein Stück Zukunft pflanzen", welcher nach Mitteilung des Amtes von rund 70 Personen besucht wurde. Ulrike Buchner, Bereichsleiterin Landwirtschaft am AELF, betonte, wie wichtig der Erhalt von Streuobst für die Biodiversität sei. Die Pflanzaktion soll ein Zeichen im Landkreis setzen und andere Gemeinden motivieren, Streuobst zu pflanzen und dadurch die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern.

    Mehr Interesse für heimisches Obst

    In seinem Grußwort hob Bürgermeister Wolfgang Lampe die Bedeutung des Obstlehrpfades für die Uffenheimer hervor. Am westlichen Stadtrand gelegen, sei der Pfad ein wichtiger Ort zum Spazierengehen in Richtung des Waldstückes Breitenloh. Hier fänden vom Obst- und Gartenbauverein, oft unter der Anleitung von Erwin Haubner, Schnittkurse von Obstbäumen statt. Hauber war es auch, der als damaliger Stadtrat die Idee, einen Obstlehrpfad anzulegen, aufgriff.

    Nachdem es dort bereits schon einen landwirtschaftliche Informationsweg gegeben hatte, hatte sich hier die Errichtung eines Obstlehrpfades geradezu angeboten. Sinn und Zweck sollte die Präsentation der Obstsorten sein, um damit wieder etwas mehr Interesse für das heimische Obst zu wecken, sagte Erwin Haubner.

    Ergänzt wird der Obstlehrpfad vom Grünen Pfad, wo laut Lampe auf übersichtlichen Tafeln die Feldfrüchte der angrenzenden Felder erläutert werden. Auch kann man sich über die Zusammenhänge von Landwirtschaft und Umweltschutz sowie über die Grundlagen unserer Nahrungsmittelproduktion informieren. Eine naturkundliche Bereicherung habe der Obstlehrpfad mit der Anlage des Wiesenbiotops durch den Bund für Vogelschutz erfahren. Lampe wies auch auf das Schild zum Totholzbiotop hin, das im Juli dieses Jahres aufgestellt und vom Uffenheimer Künstler Hellmut Edelhäuser gestaltet wurde.

    Zahlreiche informative Vorträge

    Im Anschluss an die Pflanzaktion fanden in der Landwirtschaftsschule vielseitige Vorträge zum Thema statt. Zunächst ging Dr. Katharina Stenzel, Sachgebietsleiterin Hauswirtschaft, auf die ernährungsphysiologischen Eigenschaften von Äpfeln ein. Verschiedene Apfelsäfte durften verkostet werden. Dabei stellte sich heraus, dass das Aroma des Direktsaftes der Genossenschaft EinHeimischer sich stark von Säften aus Konzentrat unterscheidet.

    Die Triesdorfer Baumwarte Rainer Hofmann und Friedrich Pickel klärten über die richtige Baumwahl im eigenen Garten auf. Um die Auswahl des eigenen Baumes zu erleichtern, boten sie verschiedene Apfelsorten zur Verkostung an. Im letzten Vortrag ging Wildlebensraumberaterin Ann-Kathrin Bröger auf die heimische Insekten- und Tierwelt ein.

    Larissa Berauschek dankte als Organisatorin dem Obst- und Gartenbauverein sowie allen anderen Beteiligten für die Zusammenarbeit im Vorfeld sowie ihre Unterstützung beim Ausrichten der Veranstaltung.

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