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    Würzburg

    Ein Toleranz-Plakat beim Giemaulfest in Heidingsfeld

    Bürgermeister Adolf Bauer stach beim 67. Giemaulfest das erste Fass Bier an. Links von ihm Gesellschaftspräsident Christian Reusch, dahinter die Riege der Ehrengäste. Foto: Herbert Kriener

    Die Fasenachtsgilde Giemaul ist eine starke Gemeinschaft und ein Generationen übergreifendes Bindeglied im Städtle. Zum 67. mal feiert sie nun ihr Giemaulfest, das neben dem Spaß für alle auch dem finanziellen Rückhalt des Vereins dient. Zum Auftakt begrüßte Gesellschaftspräsident Christian Reusch am  Vereinsdomizil, der Schulzenmühle an der Seilerstraße am Main, prominente Ehrengäste wie die Heidingsfelder Weinprinzessin Anni Dietz, die amtierende Giemaul-Pagin Pagin Nadin Weis, den Vorsitzenden der Bürgervereinigung Stefan Rettner oder die  Gildenratspräsidentin Dagmar Pfriem.

    Besonderer Ehrengast war Bürgermeister Adolf Bauer, der das erste Fass Festbier anstechen durfte. Er würdigte die große Tradition der Gilde im Städtle und dankte dem Präsidium und den ehrenamtlichen Helfern, die das Fest ohne Unterbrechung über eine so lange Zeit ermöglicht haben. Den Gästen wünschte er viel Freude und gute Gespräche - auch zur Konfliktbereinigung. Er sprach damit indirekt ein Problem des Vereins an, das ein Mitglied durch einen Post im Internet ausgelöst hat. Dabei geht es um die Verbreitung rassistischer Bilder.

    Dem Vorwurf von Fremdenfeindlichkeit begegnet die Gilde bei ihrem Fest durch ein großes Plakat am Eingang: Gegen rechtes Gedankengut und Nationalismen, für Toleranz, Weltoffenheit, Solidarität und Hilfsbereitschaft, ist dort zu lesen.

    Mit einem "Hätzfelder Abend" klingt das Fest aus   

    Ein beliebter Treffpunkt: das Giemaulfest in Heidingsfeld. Foto: Fabian Gebert

    Nach dem schwungvollen Auftakt mit der auf bayerisch getrimmten "Hessentaler Partyband" begleiteten den traditionellen Frühschoppen am Sonntag die bekannten "Rossinis". An diesem Montag klingt das Giemaulfest mit dem "Hätzfelder Abend" ab 17.30 Uhr aus. 

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