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    Kist

    Ein Tropfen könnte die Lösung sein

    Auf Höhe der Abzweigung soll nach Vorstellung des Kister Gemeinderates eine Fußgängerquerung in Tropfenform gebaut werden, um den Übergang zum Sportgelände sicherer zu gestalten und den Verkehr bei der Einfahrt in den Ort zu verlangsamen.  Foto: Matthias Ernst

    Wurde bei der letzten Gemeinderatssitzung ein Antrag der CSU-Fraktion zur Lösung des Verkehrsproblems in der Guttenberger Straße noch durch einen Antrag zur Geschäftsordnung von der Tagesordnung genommen, gab es nun einen Ergänzungsantrag, der behandelt wurde. Grundsätzlich, so sind sich alle Gemeinderäte einig, laufe man in dieselbe Richtung.

    Man will versuchen die einfahrenden Fahrzeuge in der Guttenberger Straße von Reichenberg kommend am Ortseingang abzubremsen und den Übergang zum Sportgelände des SV46 Kist sicherer zu machen. Ob dazu eine Verkehrsinsel in der Fahrbahnmitte genügt, eine Bedarfsampel installiert wird oder eine Fahrbahnverlegung in Form eines Tropfens benötigt wird, darüber muss das Landratsamt entscheiden, so Bürgermeister Volker Faulhaber (SPD).

    Dieses sei für die Straße verantwortlich, da es sich um eine Kreisstraße handelt. Der Bauausschuss des Kreistages konnte sich in seiner Sitzung Anfang Juni nicht auf eine Variante einigen und hat weitere Untersuchungen angefordert. Den Kistern wäre der Tropfen am liebsten, so der Tenor im Gemeinderat.

    Problem ist der Landverbrauch

    Er sei am wirkungsvollsten zur Reduzierung der Geschwindigkeit. Das Problem sei der Landverbrauch. Um direkt am Ortseingang zu bauen, benötige man einige Quadratmeter des Bannwaldes. Das sei nicht ganz einfach umzusetzen, so Landrat Eberhard Nuß.

    Ein weiterer Vorschlag kam von einem Privatmann, der vorschlug, einige Quadratmeter zu erwerben. Dazu seien bereits Gespräche im Gang, berichtete Faulhaber. Doch wie es letztlich ausgehen wird, liege nicht in der Hand der Gemeinde. So beschloss man die "bestmögliche Lösung" weiterzuverfolgen und entsprechend beim Landratsamt vorstellig zu werden. 

    In die Bausache Ringstraße scheint ebenfalls Bewegung zu kommen. Nachdem die Sanierung der vom Schwerlastverkehr belasteten Straße im vergangenen Jahr wegen zu hoher Gebote der Baufirmen bei der Ausschreibung aufgehoben wurde, erfolgt nun eine erneute Ausschreibung. Dieses Mal soll nicht in zwei Bauabschnitten ausgeschrieben werden, sondern in einem Auftrag.

    Pumpwerk wird neu ausgelegt

    Der Ausbau erfolgt dann aber wieder abschnittsweise, um den Gewerbeverkehr nicht ganz zum Erliegen zu bringen. Um eine finanzielle Förderung durch die Regierung von Unterfranken zu bekommen, berichtete Faulhaber, müssten allerdings bauliche Veränderungen vorgenommen werden. So werde es in Zukunft nicht mehr möglich sein, die Ringstraße aus der Guttenberger Straße kommend zu durchfahren. Nur noch die Zufahrt über die Florianstraße sei dann möglich. 

    Der Zweckverband Fernwasserversorgung Mittelmain plant derzeit den Neubau des Hochbehälters Kist. Dabei wird auch das Pumpwerk, das die Gemeinde Kist versorgt, neu ausgelegt, um eine Optimierung der Trink- und Löschwasserversorgung zu erreichen. Der sanierungsbedürftige Wasserturm ist damit künftig nicht mehr Bestandteil der gemeindlichen Trinkwasserversorgungsanlage.

    In diesem Zusammenhang sind im Ortsnetz Kist zwei neue Verbindungsleitungen im Bereich Herrleinsäcker/Tiefe Gasse und in der Steinstraße erforderlich. Die Baukosten belaufen sich nach der vorliegenden Schätzung auf circa 55 000 Euro. Der Gemeinderat vergab hierfür die Planungsleistungen an das Büro Arz aus Würzburg.

    Nachfrage bei Kita-Plätzen

    Außerdem wurde die Kindergartensituation beraten, da in Kürze erneut die Belastungsgrenze erreicht werde. Erst im vorletzten Jahr wurde der Kindergarten erweitert, die verstärkte Nachfrage nach Kindergarten- und Krippenplätzen erfordere nun erneute Baumaßnahmen. So wird die Verwaltung im Dachgeschoss Platz finden, die frei werdenden Räume zu Gruppenräumen umgebaut und der Bewegungsraum ebenfalls verlegt und zur Kinderbetreuung genutzt. Dieses Vorgehen sei mit der Kirchengemeinde abgesprochen, so der Bürgermeister.

    Faulhaber informierte den Rat, dass in Kürze Vermessungsarbeiten an den Brücken am Kreuz Würzburg West erfolgen werden. Diese seien notwendig, da die Autobahndirektion mittelfristig den Neubau der Brücken plane.

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