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    Kleinrinderfeld

    Ein Verein ist 95 Jahre jung

    Die starke Gruppe der Personen mit 50 Mitgliedsjahren beim TSV Kleinrinderfeld zeigen die Treue zum Verein. Sie alle wu...

    (mae)   Es kommt nicht alle Tage vor, dass der größte Verein im Ort Geburtstag feiert. Mit seinen über 600 Mitgliedern ist der TSV Kleinrinderfeld am Wochenende 95 Jahre jung geworden.
    Dabei steht das "jung" genau an der richtigen Stelle. Denn in den vergangenen Jahren ist der TSV deutlich jünger geworden. Über ein Drittel aller Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. "Das steht für eine gesunde Altersstruktur", hatte Christa Öchsner, Bezirksfrauenbeauftragte des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) in ihrem Grußwort beim Festkommers festgestellt. Sie beglückwünschte die Vorstandschaft zu solch aktiven Mitgliedern und Übungsleitern, von denen sie einige sogar persönlich kennt.

    Vorstand Sven Zipprich begrüßte viele Besucher des Festkommers im extra für das Wochenende aufgestellten Festzelt. Das war schon am Freitagabend Schauplatz einer lang andauernden Party mit den "Grummis" und "Ikke Hüftgold" gewesen. Kurzerhand hatte der Gemeinderat in einer Eilentscheidung die Schankerlaubnis verlängert. So viel Stimmung wollten die Verantwortlichen in der Gemeinde nicht im Wege stehen.

    Gesellschaft profitiert

    Zum Festkommers waren dann auch fast alle Gemeinderatsmitglieder gekommen, inklusive Bürgermeisterin Eva Maria Linsenbreder, die gleichzeitig die Schirmherrschaft über das dreitägige Fest übernommen hatte. Sie stellte in ihrem Grußwort fest, dass die Gesellschaft sehr von der Arbeit des TSV Kleinrinderfeld profitiere. In ihrem Rückblick auf die Historie des Vereins nannte sie viele Unterschiede der Zeit von 1923 und heute. Während damals die Wirtschaft am Boden lag und keiner wusste, wie er satt werden sollte, gehe es heute vielen Menschen gut in Deutschland. Sport habe einen ganz anderen Stellenwert bekommen und sei eine der wichtigsten Freizeitbeschäftigungen geworden. In Anerkennung der Leistung des TSV hatte sie ein Geldgeschenk der Gemeinde mitgebracht.

    Ein Geschenk hatte auch Fritz Müller vom Patenverein SV46 Kist mitgebracht. Er brachte die Grüße der Vorstandschaft aus der Nachbargemeinde und sprach damit für mehrere Vereine aus der Umgebung, die gerne zum Jubiläum des TSV gekommen waren. Edgar Zipprich überbrachte in seiner unnachahmlichen Art die Glückwünsche der anderen Vereine im Ort, wie es schon Tradition ist in Kleinrinderfeld. Das spare Zeit und die könne man in die Ehrungen der langjährigen Mitglieder investieren.

    Dank an Helfer

    Vorstand Sven Zipprich begrüßte die Ehrengäste und dankte allen Helfern, die das Fest erst zu dem machten, was es an diesem Wochenende war. Besonders allerdings hob er Dieter Zipprich heraus, der die Idee zum Fest hatte und auch die Hauptorganisation leitete. "Wenn ich Euch hier so sehe, ist mir klar: die blau-weiße Fahne wird noch lange wehen, bei so vielen Helfern", nahm er Bezug auf das Traditionslied des TSV. Die Gäste waren zusammen mit vielen anderen Gruppen und Vereinen auch am großen Festzug durch die Gemeinde beteiligt, der wieder am Festplatz endete, wo am Sonntagnachmittag ein Fußball-Einlagespiel von TSV-Legenden und einem Freundschaftsspiel des TSV gegen die Mannschaft des Würzburger Fußballvereins statt fand. Den Abschluss bildete eine Verlosung von wertvollen Sachpreisen, die in einer Tombola gewonnen werden konnten. Die drei Tage feiern gingen viel zu schnell vorbei, da waren sich am Ende alle einig. Aber es zeigte sich: der TSV Kleinrinderfeld ist ein junger Verein, der hoffnungsvoll mit seinen Abteilungen in die Zukunft blicken kann.

    Ehrungen beim TSV
    Insgesamt wurden beim TSV Kleinrinderfeld 170 Personen für ihr Engagement ausgezeichnet.

    70 Jahre: Gallus Borst, Elmar Henneberger;
    65 Jahre: Günter Klühspies, Gerhard Neumann;
    60 Jahre: Willi Schirmer, Günther Scheuermann, Engelbert Adam, Arnold Spiegel, Lothar Zorn, Günther Feller, Rudolf Dürr, Kurt Zorn;
    50 Jahre: Walter Burkard, Oswald Karches, Edgar Leukert, Gerhard Borst, Adolf Heim, Edgar Hubert, Wolfgang Brückner, Rainer Leukert, Martin Scheuermann, Rainer Scheuermann, Therese Schnell, Manfred Thürmer, Edgar Zipprich, Ernst Zipprich, Helmut Fuchs, Paul Götzelmann, Helga Leukert, Arnold Link, Wilfried Pazan, Heinz Schebler, Roland Müller, Ernst Hörner, Walter Then, Heinz Hetzer, Joachim Hechel, Luise Pohlner, Maria Hetzer, Reinhilde Schäfer, Gerda Hess, Angelika Thürmer, Brigitte Zipprich, Ludwig Borst, Dieter Hetzer, Margot Klug, Gerald Meining, Horst Scheuermann, Rainer Wallrapp, Arnold Henneberger, Helmut Seubert, Wolfgang Scheuermann, Elke Engert, Bernd Karches, Paul Leukert, Sigrid Hofmann, Karl-Heinz Leukert, Michael Heck, Roland Schebler, Jürgen Scheuermann, Ruth Amrehn, Elisabeth Hümmert.
    Außerdem wurden noch Mitglieder für 40 und 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

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