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    TAUBERRETTERSHEIM

    Ein Zentner Beton, der verbindet

    Beteiligten sich aktiv an der länderübergreifenden Grenzsteinsetzung eines Zweimärkers zwischen Bayern (Tauberrettershei... Foto: MARKHARD BRUNECKER

    Als ein besonderes Ereignis bezeichneten Tauberrettersheims Bürgermeister Hermann Öchsner und sein Weikersheimer Kollege Klaus Kornberger die Grenzsteinsetzung eines Zweimärkters zwischen den Grenzen von Bayern und Baden Württemberg.

    So war es nicht verwunderlich, dass sich dazu die Prominenz der bayerischen als auch württembergischen Vermessungsfamilie am Übergang der Tauberrettersheimer Weinlage „Königin“ zur Schäftersheimer Lage „Dettenet“ eingefunden hatte.

    Beide Rathauschefs wiesen auf die gute Nachbarschaft hin. Kornberger lobte vor allem die neuen länderübergreifenden Kontakte mit der Interkommunalen Allianz Fränkischer Süden, mit Managerin Kira Schmitz an der Spitze, und fügte scherzend hinzu, dass mit dem neu geplanten Kulturwanderweg kein Weg an Tauberrettersheim und Weikersheim vorbeiführt.

    Nachdem Kira Schmitz und Gerrit Himmelsbach kurz das Projekt der Allianz Tourismus und Freizeit mit den derzeit fünf geplanten Kulturwegenetzen erläutert hatten, ging der Lehrassistent am Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte der Universität Würzburg auf die Bedeutung solcher Wege ein und meinte, dass es sich hierbei nicht nur um das Aufstellen von Tafeln handelt. Es sollen richtige Netzwerke entstehen, in denen jeder Ort seine Facetten einbringen kann.

    Werner Rüger, Leiter des Amtes für Vermessung und Flurneuordnung im Landratsamt Main-Tauber erläuterte, dass die Abmarkung in erster Linie das Anbringen eines Grenzzeichens, welches ein Grenz- oder Granitstein, ein Grenznagel, Meißelzeichen oder ein Eisenrohr sein kann, ist.

    Die Grenzzeichen müssen dauerhaft und so beschaffen sein, dass sie zweifelsfrei als solche erkennbar sind. Bei dem zu setzenden Stein handle es sich um einen historischen Grenzstein, also ein Kleindenkmal, trage es doch die Inschrift T für Tauberrettersheim und S für Schäftersheim.

    Ein unbefugtes Entfernen ist eine Ordnungswidrigkeit, die von der Unteren Denkmalschutzbehörde geahndet wird. Angeführt von den örtlichen Feldgeschworenen mit Paul Wunderlich an der Spitze wurde der knapp einen Zentner schwere Betonstein mit Hilfe eines Schleppers in das vorbereitete Loch gesetzt. Nachdem die Feldgeschworenen ihr „Siebenergeheimnis“ eingebracht hatten, machten sich die beiden Bürgermeister und Schäftersheims Ortsvorsteher Markus Lang an die Arbeit, und fixierten den Stein.

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