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    GREUßENHEIM

    Ein dauerhafter Platz für den verstorbenen Alt-Kanzler

    Landrat Eberhard Nuß, CSU-Stimmkreisabgeordneter, MdL Manfred Ländner, Elisabeth Kohl, Cousin Edgar Kohl, Bürgermeisteri... Foto: Herbert Ehehalt

    Der Dorfplatz der Gemeinde Greußenheim ist künftig untrennbar mit dem Namen des im Vorjahr verstorbenen Alt-Bundeskanzlers Helmut Kohl verbunden. Die traditionelle Maifeier der etwa 1600 Einwohner zählenden Gemeinde im Landkreis Würzburg am Vorabend des Maifeiertages galt in diesem Jahr insbesondere der Umwidmung des Dorfplatzes. Dieser trägt künftig den Namen „Dr.-Helmut-Kohl-Platz“. Als Ehrengast der Feier nahm Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) unter dem als Zunftbaum ausgelegten Maibaum die Enthüllung des Namensschildes vor.

    Wie Bürgermeisterin Karin Kuhn, Bürgermitte Greußenheim (BMG) bemerkte, hatten sich zur Feier der Umwidmung auf dem Dorfplatz fast so viele Menschen versammelt wie bei einem Besuch des Kanzlers am 1. Dezember 1985 in Begleitung des damaligen CSU-Chefs Franz-Josef Strauß. Dem neuerlichen außergewöhnlichen Anlass entsprechenden spielten die „Frankenland Musikanten“ auf mit dem Frankenland-Marsch und nicht zuletzt dem Frankenlied.

    Dokumentation zur Erinnerung

    Es stimmte neben Landtagspräsidentin Barbara Stamm die weitere Polit-Prominenz mit CSU-Bundestagsabgeordneter Paul Lehrieder, CSU-Stimmkreisabgeordneter, MdL Manfred Ländner und Landrat Eberhard Nuß (CSU) ein. Der Feier wohnte auch der nach wie vor in Greußenheim lebende Cousin des ehemaligen Kanzlers, Edgar Kohl mit Gattin Elisabeth und deren Kinder Hermann, Marianne, Oskar und Petra bei. Eine von Kreisrat und Sprecher des Arbeitskreises Heimat- und Geschichtspflege,Thomas Rützel, zusammengestellte umfassende Dokumentation rief Erinnerungen wach an unzählige Besuche des Alt-Kanzlers in Greußenheim.

    In ihrer Festansprache wünschte sich Barbara Stamm „auch weiterhin für die Menschen auf dem Dorfplatz als Ort der Begegnung und Demokratie ein Miteinander der Generationen.“ Gleichzeitig erinnerte sich Stamm aus den Erfahrungen eigener Anwesenheit bei Besuchen des Alt-Kanzlers, dass „der Politiker und Visionär, Kanzler der Einheit und Ehrenbürger Europas Helmut Kohl hier Privatmann war.“

    Dank an den Gemeinderat

    Ausdrücklich bedankte sich die Landtagspräsidentin „für den Mut des Gemeinderates, Helmut Kohl im wahrsten Sinn einen festen Platz zu geben. Andere Städte und Kommunen haben damit ja bisweilen ihre Schwierigkeiten, obwohl Kohl ein großer, im innersten sehr sensibler Mann war, der Außergewöhnliches geleistet hat und dem dafür Ehre gebührt“, merkte Stamm an.

    Seit seiner Kindheit verbrachte Helmut Kohl viele Ferientage in Greußenheim, der Heimatgemeinde seines Vaters Hans Kohl. Sein Interesse bei Besuchen galt vorrangig der Landwirtschaft. Stets führte sein erster Weg im Hof seines Cousins Edgar Kohl in dessen bäuerlichen Stall. Bei Spaziergängen durch Greußenheim begrüßte der Bundeskanzler selbst während seiner Amtszeit alte Bekannte und unterhielt sich sehr gerne mit den Bürgern.

    Kohl vergaß seine Wurzeln nicht

    So erlebte der Ort einen bürgernahen Bundeskanzler, der seine Wurzeln nicht vergaß. In Greußenheim fanden auf dem Friedhof auch Helmut Kohls Großeltern ihre letzte Ruhestätte. Zur Bewahrung eines dauerhaften Gedenkens an den als „Kanzler der Einheit“ bezeichneten ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl hatte sich der Gemeinderat im Vorjahr einmütig und in aller Geschlossenheit ausgesprochen. Die Maifeier auf dem „Dr.-Helmut-Kohl-Platz“ wurde neben den Frankenland Musikanten zur Erheiterung der zahlreichen Besucher auch von den Kindern des Kinderhauses mit einem zünftigen Maitanz mit Schuhplattler mitgestaltet.

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