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    Ein erster Besuch im neuen Foyer des Mainfranken Theaters

    Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake, OB Christian Schuchardt, geschäftsführender Theaterdirektor Dirk Terwey, Sanierungs-Projektleiter Johannes Stier, Architekt Jörg Friedrich und Intendant Markus Trabusch (von links) beim Befüllen der Zeitkapsel, die an den Tag der Grundsteinlegung erinnert. Foto: Fabian Gebert

    Ein klein wenig wie im künftigen Foyer des Mainfranken Theaters, das im Winter 2020 fertig sein soll, durften sich am Sonntagmittag bei herrlichen Sonnenschein die Gäste bei der Grundsteinlegung für den neuen Kopfbau des Mainfranken Theaters fühlen. Natürlich ist außenrum noch alles Baustelle, aber der improvisierte Sitzbereich gab immerhin schon mal einen allerersten Eindruck von der Dimension des neuen Kopfgebäudes, in dem die künftige zweite Spielstätte des Theaters mit 330 Plätzen untergebracht sein wird. Die Gäste am Sonntag saßen auf der Verschalung der Decke von zwei Probebühnen, die unter dem künftigen Foyerbereich entstehen werden. Dort klaffte vor wenigen Tagen noch eine riesige tiefe Baugrube. Am Sonntag war die Baustelle für einen Tag "eingefroren", an diesem Montag gehen die Arbeiten wieder mit Volldampf weiter und der visuelle Eindruck bei der Grundsteinlegung wird dann nur noch eine Momentaufnahme gewesen sein. 

    OB: "Ein kultureller Leuchtturm für ganz Mainfranken"

    Eine große Baustelle braucht auch große Worte. Und so sprach Oberbürgermeister Christian Schuchardt von einer "der denkwürdigsten und herausragendsten Grundsteinlegungen der letzten Jahre", von denen es in Würzburg eine Menge gab. Das runderneuerte Theater soll laut Schuchardt "ein Begegnungsort der Stadtgesellschaft und ein kultureller Leuchtturm für ganz Mainfranken" werden. Im Herbst 2022 soll es so weit sein, dann soll auch der Altbestand saniert und erweitert sein. Dann muss das Theater keine Räume außerhalb mehr anmieten, sondern hat alle Produktionseinrichtungen unter einem Dach. Und als der OB erstmals auf einer Visualisierung die geschwungene Treppe vom Foyer zur neuen Spielstätte sah, fühlte er sich gar an die Metropolitan Opera in New York erinnert.

    Oberbürgermeister Christian Schuchardt sprach von einer "der denkwürdigsten und herausragendsten Grundsteinlegungen der letzten Jahre". Foto: Fabian Gebert

    Schuchardt blickte noch einmal zurück auf "die langen Planungen, erhitzten Diskussionen und diversen Finanzierungsvorschläge", ehe der Stadtrat in riesigem Konsens die heutige Lösung beschloss. Ein solches Projekt kostet natürlich viel Geld, rund 70 Millionen Euro sind es aktuell. "Das wird aber noch nicht das letzte Wort sein", glaubt Schuchardt. Was ihn mit Stolz erfüllte, ist die Tatsache, dass neben der Stadt Würzburg, auch der Landkreis Würzburg, der Bezirk Unterfranken, die Sparkassenstiftung und die Stadtgesellschaft in Form des Theaterfördervereins sich an den Kosten beteiligen. Ganz zu schweigen davon, dass der Freistaat 75 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt.

    Architekt Friedrich wünscht sich ein Kunstwerk 

    Weil der OB schon so viel über die Architektur gesagt hatte, erklärte der mit seinem Büro pfp  federführende Architekt Jörg Friedrich die Gäste zunächst auf, "dass dies hier kein Theater, sondern eine pure Reality Show" sei.  Er äußerte auch zwei Wünsche. In der Nachbarschaft habe der von ihm sehr verehrte "Kollege Neumann" mit dem Maler Tiepolo einen Künstler an der Seite gehabt, der seine Räume perfektioniert habe. Vielleicht ließe sich für das Mainfranken Theater auch jemand für einen künstlerischen oder malerischen Beitrag finden. Und spätestens zur Wiedereröffnung 2022 sollte in der Liste der Sehenswürdigkeiten auf dem Gästestadtplan auch das Theater zu finden sein. 

    Virtuelle Führung durch das neue Theaterfoyer

    Intendant Markus Trabusch gab einen Einblick, was seitens des Theaters in die Zeitkapsel gefüllt wird, die dem Grundstein beigefügt wurde:  Eine Foto der Sängerin Diana Damrau und ein Haarteil für ihre Rolle als Eliza Doolittle. Ein weiteres Haarteil soll an den Sänger Christian Gerhaher erinnern, als er in Würzburg die Rolle des Papageno in der Zauberflöte sang - "in Würzburg noch verkannt, heute ein Star", so Trabusch. 

    Dirk Terwey, der geschäftsführende Direktor des Theaters, ist jeden Tag auf der Baustelle und führte die Gäste - zumindest gedanklich - schon mal durch das neue Foyer. Er steckte ein kleines Schatzkästchen mit einem USB-Stick in die Kapsel. Darauf enthalten: Zahlreiche Baustellenfotos, Planunterlagen und die politischen Beschlüsse zur Theatersanierung.

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