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    Zell

    Ein gelungenes Wochenende für die Kunst

    Altort voller Menschen: von den vielfältigen Angeboten ließen sich auf der Kulturmeile zahlreiche Besucher inspirieren. Foto: Tina Göpfert

    Schönstes Frühsommerwetter und ein buntes Programm lockten am vergangenen Wochenende zahlreiche Besucher in den Zeller Altort. Die 13. Kulturmeile hatte mit teils namhaften Künstlern, Musikern und verschiedensten kulturellen Angeboten wieder einiges zu bieten. Es wurde ein gelungenes Fest.

    Vereine und Organisatoren hatten sich ordentlich ins Zeug gelegt, so war an jeder Ecke etwas geboten und es gab zahlreiche versteckte Winkel zu entdecken. Etwa den sogenannten Bürgerbräustollen - nicht zu verwechseln mit der Bürgerbräu in der Zellerau. Auf der Suche nach Wasser wurde er einst rund 800 Meter tief in den Berg getrieben; bei einer Führung sorgte das dunkle, enge und feuchte Gemäuer für mulmige Gefühle. Belohnt wurden die tapferen Besucher mit interessanten Fakten und mit sehenswerter Kunst von Anke Schunk sowie einer Lichtinstallation von Michael Robohm, die im düsteren Stollen eine eigentümliche Wirkung entfaltete. Am Ende des Stollens gab es auch noch einen echten Tropfstein zu sehen.

    Einblick in Privaträume und Restaurationswerkstätten

    Und wer schon immer mal wissen wollte, wie es im Atelier eines Malers so aussieht, konnte sich bei vielen Zeller Künstlern umgucken, etwa in den Privaträumen von Erhard Löblein. Ungewöhnliche Einblicke auch bei Laura Lessig: in ihrer urigen, kleinen Restaurationswerkstatt waren Kunstschätze zu bestaunen, die wieder hergerichtet werden.

    Neben vielfältiger Kunst vom Hobbymaler bis zum Profi wartete sprichwörtlich an jeder Ecke Musik auf die Besucher. Nicht laut und schrill, sondern als angenehme und inspirierende Ergänzung zu den optischen Reizen. Von Blues und Folk bis Saxophon – überall saßen Besucher gesellig beisammen und lauschten. Zahlreiche Kunsthandwerker säumten die kleinen Straßen. Auch für die jungen Gäste gab es Programm, sie amüsierten sich bei Märchenerzähler Robert Schneider im Wassermuseum oder bei der Spielstraße.

    Die Kraft, die wir Kreativität nennen

    In ihrer Eröffnungsrede sprach Bürgermeisterin Anita Feuerbach (CSU) von dem Wunsch, durch die Kulturmeile die geschichtliche und kulturelle Entwicklung Zells wieder bewusst zu machen. "Neue Verbindungen schaffen, Zusammenhänge herstellen, wo es bisher keine gab – das ist ein Teil der Kraft, die wir Kreativität nennen und die wir überall in unserer Gesellschaft brauchen. Kunst liefert somit den immateriellen Rohstoff für Innovationen in allen gesellschaftlichen Bereichen", sagte sie in Anlehnung an Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

    Eine andere Absicht der Kulturmeile war, den Zeller Altort wieder mit Leben zu füllen – das ist an diesem Wochenende eindeutig gelungen.

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