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    Würzburg

    Ein städtebauliches Konzept jetzt auch für Grombühl

    Für den Stadtteil Grombühl soll ein integriertes städtebauliches Konzept (ISEK) erarbeitet werden. Foto: Johannes Schreiner

    Die Stadt Würzburg wird die Einrichtung einer Mobilstation im Umfeld der Straßenbahnhaltestelle Schleifweg im Stadtteil Rottenbauer prüfen. Diesem Antrag der CSU-Fraktionsvorsitzenden Christine Bötsch und ihres Parteikollegen Rainer Schott stimmt der Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss (PUMA) am Dienstagnachmittag einstimmig zu. 

    Die beiden hatten den Antrag damit begründet, dass das integrierte städtebauliche Konzept (ISEK) für Rottenbauer abgeschlossen sei und der Würzburger Stadtrat sich einer Mobilitätswende verschrieben habe. Für Rottenbauer sähen die beiden einen idealen Standort, um zu prüfen, wie E-Mobilität, Car-Sharing und der Umstieg auf den ÖPNV verbessert werden könnten - gerade auch in Hinsicht auf ein neues Baugebiet, wie es im Antrag heißt. Sie halten an der Endhaltestelle der Straßenbahn in Rottenbauer verschiedene Mobilitätsangebote für möglich und nennen dabei Car-Sharing, eine Ladestation für Elektrofahrzeuge und eine Radabstellanlage samt Ladestation für machbar.

    Städtebauliches Konzept für Grombühl

    Für den Stadtteil Grombühl soll ein ISEK erarbeitet werden. Auch diesem Antrag von Christine Bötsch, Wolfgang Roth und Judith Jörg (alle CSU) stimmte der Ausschuss zu. In der Begründung heißt es, Grombühl sei einer der urbansten und vielfältigsten Stadtteile. Vor allem durch das Universitätsklinikum unterliege der Stadtteil einer stetigen Veränderung. Grombühl sei aber auch ein Stadtteil, in dem die sehr präsenten kommunalen Fragen unserer Zeit - Lärm, Verkehr, Wohnen - eine sehr große Rolle spielen würden. Deswegen sei es an der Zeit, den Stadtteil unter die Lupe zu nehmen. Allerdings werden laut Verwaltung erst im kommenden Jahr Haushaltsmittel dafür zur Verfügung stehen.

    Die Stadt Würzburg wird Gespräche mit Landkreisgemeinden führen, inwieweit auf deren Gemarkungen bereits Park&Ride-Plätze angelegt oder erweitert werden können. Auch diesem Antrag von Jutta Henzler (SPD), auch im Namen der SPD-Stadtratsfraktion, stimmte der Ausschuss zu. Zur Begründung heißt es, aufgrund der Kessellage und der beengten Verkehrssituation in der Stadt machten P&R-Plätze größtenteils außerhalb der Stadtgrenze Sinn, um eine schadstoffmindernde  Wirkung im Stadtgebiet zu erzielen. Ein Umstieg auf den ÖPNV werde von Pendlern eher vor der Stadtgrenze wahrgenommen, als Umstiege mit kurzen Fahrstrecken in der Stadt.

    Tempo-30-Antrag erneut abgelehnt

    Abgelehnt wurde hingegen ein Antrag von Wolfgang Baumann (ZfW). Er hatte beantragt,einem bereits in der Sitzung des PUMA am 12. März abgelehnten Antrag von ihm und den Stadtratsmitgliedern Karin Miethaner-Vent (Grüne), Raimund Binder, Heinz Braun (beide ÖDP) und Sebastian Roth (Die Linke) auch namens der Bündnis90/Die Grünen und ÖDP-Stadratsfraktionen doch zuzustimmen . Sie hatten darin beantragt, dass am Stadtring-Nord für die Grombühlstraße ab dem Europastern/ Schweinfurter Straße, die Auverastraße und die Rimparer Straße bis zur Einmündung der Schiestlstraße Tempo 30 angeordnet werden solle.

    Die Verwaltung hatte im März keine belastbare rechtliche Grundlage dafür gesehen und empfohlen, den Antrag nicht weiter zu verfolgen. Er war daraufhin abgelehnt worden. Nachdem die Verwaltung trotz der Argumente Baumanns auch dieses Mal keine rechtliche Handhabe für ein Tempolimit sah, folgte die Mehrheit der Ausschussmitglieder der erneuten Empfehlung, den Antrag nicht weiter zu verfolgen.

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