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    Kürnach

    Ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk

    Die Gründungsmitglieder vom Vereine "Hilfe für Kinder e.V." mit der ersten Vorsitzenden Eva Hümpfner (vorne, Dritte von rechts) und ihrer Stellvertreterin Petra Schug (links daneben). Foto: Traudl Baumeister

    Innerhalb kürzester Zeit wurde in Kürnach der Verein Hilfe für Kinder gegründet. Der Verein hat sich die Förderung und Hilfe im Kampf gegen Krankheiten und insbesondere der finanziellen Unterstützung bei der Behandlung von kranken Kindern gemacht.

    Auslöser für die Vereinsgründung, war ein kranker Kürnacher Junge, der das seltene Gorlin-Goltz-Syndrom hat, berichtet der Verein in einer Pressemitteilung. Die Seltenheit dieser Erbkrankheit wird für den Jungen und seine Familie zu einem weiteren Problem. Für die Krankheit gibt es nämich keine zugelassenen Behandlungsmethoden und Medikamente für Kinder. Deshlab wurde nun der Verein aktiv und sammelte auch beim Kürnacher Weihnachtsmarkt Spenden. „Die Hilfsbereitschaft war grandios“, freut sich Eva Hümpfner, die 1. Vorsitzende des Vereins.

    Stein fällt vom Herzen

    Nun gab für die betroffene Familie und den Verein ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Die Krankenkasse teilt - auch aufgrund der Intervention der behandelnden Ärzte - nun mit, dass die Kosten für das Off-Label-Arzneimittel (nicht zugelassenes Medikament) zeitlich befristet für die erste Behandlung übernommen werden. Der Weg zur Genehmigung eines solchen Arzneimittels, gerade bei der Anwendung bei Kindern, ist auch für die Krankenkassen kein leichter. Sorgfältiges Abwiegen über mögliche Behandlungserfolge und auftretende Risiken, spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Hieraus resultiert auch der zeitlich lange Weg.

    Umso mehr fiel sowohl der Mutter als auch der Vorsitzenden bei dieser Mitteilung, dass zumindest die ambulante Behandlung gezahlt wird, ein Stein vom Herzen. „Eine Träne aus Freude, dass die Krankenkasse bezahlt, eine Träne der Hoffnung auf Heilung bzw. Verlangsamung des Wachstums der Tumore“, betont die Vorsitzende Eva Hümpfner sichtlich bewegt. „Die Mitteilung war ein Weihnachtsgeschenk für alle Vereinsmitglieder“, betont auch Schriftführer Thomas Hertel. Die bisherigen Spenden sollen wie versprochen, dem Jungen zugutekommen und ihm einen guten Genesungsprozess ermöglichen.

    Verein setzt sich weiter ein

    Der Verein wird den Jungen weiterhin begleiten, so Hertel, sowohl mit finanzieller Hilfe, bei der Begleichung von Arztrechnungen und Untersuchungen, als auch durch die Kostenübernahme von auftretenden Selbstbeteiligungen, die nicht von der Kasse getragen werden. Ebenso in Form von bürokratischer Unterstützung, um die Eltern zu entlasten. Der lange Weg, der vor dem Elfjährigen liegt, soll ihm psychisch und auch finanziell, wenigstens soweit als möglich, erleichtert werden. „Wir hoffen alle, dass die Behandlung nun anschlägt und sein größter Wunsch in Erfüllung geht, ein ganz normaler Junge zu sein“, so die Vorsitzende.

    Der Verein hat sich fest vorgenommen, weitere Aktivitäten zu unternehmen, um Spenden aufzutreiben, damit Kindern, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, unterstützt werden können.

    Kontakt zu dem jungen Verein, der sich über Spenden freut, kann man per E-Mail hilfe-fuer-kinder@gmx.de aufnehmen.

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